Über 1000 Fans begleiten den Club „Heimspiel“ für den VfL Osnabrück gegen die Würzburger Kickers

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Hoch das Bein: Marc Heider versucht artistisch gegen Meppen ein Tor zu erzielen. Der VfL-Stürmer meldete sich auch für das Würzburg-Spiel fit – das Knie hält. Foto: Helmut KemmeHoch das Bein: Marc Heider versucht artistisch gegen Meppen ein Tor zu erzielen. Der VfL-Stürmer meldete sich auch für das Würzburg-Spiel fit – das Knie hält. Foto: Helmut Kemme 

Osnabrück. Auch wenn sich für einige das 2:2 gegen den SV Meppen eher wie eine Niederlage angefühlt hat, seit fünf Spielen ist der VfL Osnabrück in der 3. Fußball-Liga ungeschlagen. Die Serie soll am Samstag (14 Uhr) bei den Würzburger Kickers ausgebaut werden.

Wie ist die personelle Lage beim VfL? Leicht angespannt. Neben den Langzeitverletzten und Sebastian Klaas (Oberschenkelprobleme) saß auch Emmanuel Iyoha nicht mit im Bus nach Würzburg. „Wenn es gegangen wäre, wäre er mitgefahren. Aber ein Einsatz ist noch nicht möglich“, sagt Trainer Daniel Thioune über die Sprunggelenksverletzung des flinken Flügels. Da auch der Niederländer Jules Reimerink (Gelbsperre) fehlt, wird es auf der offensiven Außenbahn eng. Gut möglich, dass U-20-Nationalspieler Steffen Tigges seine Chance bekommt, der gegen Meppen eine gute Leistung zeigte. Grünes Licht gaben Torwart Marius Gersbeck und Stürmer Marc Heider, die Anfang der Woche nur dosiert trainieren konnten. Mit dabei ist Robert Kristo, Kim Falkenberg bleibt dafür daheim

Hier geht es zum Liveticker vom Spiel

Kann Würzburg aus dem Vollen schöpfen? Und wie! Alle Spieler sind fit. Das bietet Trainer Michael Schiele einige Varianten – gut möglich, dass er überrascht. Gegen Jena reiste die Mannschaft am Dienstag an, bereitete sich auf das Spiel vor, als kurz vor Anpfiff die Absage wegen heftigen Schneefalls kam. Die Aufstellung lag schon vor. Auf vier Positionen hätte Schiele umgestellt. Unter anderem hätte er auf Felix Müller verzichtet, der den Club am Saisonende verlässt, und auf Würzburgs besten Torjäger Orhan Ademi. Nichts verändern dürfte Schiele an seinem bewährten 3-5-2-System, das defensiv zum 5-3-2 wird. Die erfahrene Abwehrreihe um den Ex-Osnabrücker Sebastian Neumann steht ebenfalls. ( Weiterlesen: Interview mit Sebastian Neumann)

Wie ist die Stimmung bei den Kickers? Latent unruhig. In den letzten vier Spielen gab es keinen Sieg (allerdings nur eine Niederlage). Zuletzt knirschte es leicht zwischen Team und Fans.

Was bedeutet das fürs Spiel? Thioune erwartet, dass Würzburg auf Sieg spielen wird. „Wir wollen an die Spiele von der Hinrunde anknüpfen und ein bisschen mehr Leidenschaft zeigen“, kündigt Schiele an. Thioune sagt: „Sie werden gierig sein und uns damit hoffentlich, je länger das Spiel dauert, Räume geben. Diese wollen wir nutzen und hinten kompakt sein. Die Null muss auch mal stehen.“ Das Umschaltspiel könnte also der Schlüssel sein, um endlich mal wieder auswärts einen Sieg zu holen. Bislang sicherte sich der VfL nur zehn seiner 33 Zähler in der Fremde. Gelingt ein Sieg, rücken die Osnabrücker bis auf einen Zähler an Würzburg heran. „Wenn wir noch auf die erste Tabellenhälfte schielen, dann müssen wir punkten“, sagt Thioune.

War sonst noch was? Der VfL bringt über 1000 Fans mit. „Das wird wie ein Heimspiel“, sagt Gersbeck. Der Verein hofft, dass es nicht zu ähnlichen Vorfällen kommt wie am Dienstag gegen Meppen oder auf der Fahrt des letzten Sonderzugs gegen Regensburg und die Fans alles Brennbare daheim lassen.

Und wie geht es nun aus? Der VfL setzt den leichten Frust nach dem Meppen-Spiel in Energie um und siegt 2:1.


Samstag, 14 Uhr: Würzburger Kickers – VfL Osnabrück (29. Spieltag)

So könnten sie spielen

Würzburger Kickers: 21 Drewes – 2 Ahlschwede, 29 Neumann, 27 Schuppan – 4 Nikolaou, 8 Taffertshofer – 6 Wagner, 7 Müller, 31 Göbel – 22 Kaufmann, 19 Ademi.

VfL Osnabrück: 21 Gersbeck – 5 Engel, 17 Susac, 37 Sama, 16 Wachs – 10 Groß, 13 Danneberg – 7 Renneke, 20 Heider – 19 St. Tigges, 11 Álvarez.

In Reserve: 1 Paterok (Tor), 2 Ruschmeier, 4 Appiah, 14 Arslan, 18 Kristo, 29 Krasniqi.

Es fehlen: Reimerink (Gelbsperre), Klaas (im Lauftraining), Iyoha (Aufbau nach Sprunggelenksverletzung), Dercho (Reha, OP am Sprunggelenk), Savran (Innenbandriss, Knorpelschaden), Bickel (im Aufbau), Leon Tigges, Zorba, Möller, Breulmann, Falkenberg (nicht im Kader)

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb). Der erfahrene Bundesligaschiedsrichter pfiff den VfL zuletzt 2016 beim Derby in Münster (0:0).

Zuschauer: 6000, davon über 1000 aus Osnabrück.

Live-Ticker: www.noz.de. – Live-Radio: www.infomantis.de/vflradio. – Livestream: telekomsport.de (für Abo-Kunden).

Die nächsten Spiele: am Sonntag (18. März, 14 Uhr) gegen Preußen Münster.

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