Leihvertrag läuft aus VfL-Torwart Gersbeck: Zukunft interessiert noch nicht

Von Luis Rewwer

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Zuverlässiger VfL-Rückhalt: Marius Gersbeck. Foto: imago/EibnerZuverlässiger VfL-Rückhalt: Marius Gersbeck. Foto: imago/Eibner

Osnabrück. Der VfL Osnabrück hat sich mit einer Serie von fünf ungeschlagenen Spielen am Stück etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und konnte sich wie schon in der gesamten Saison auf seinen Torhüter Marius Gersbeck verlassen, dessen Leihvertrag nach dieser Saison endet. In die Zukunft blickt der 22-Jährige aber ganz gelassen.

Marius Gersbeck ist die zweite Saison in Folge von Bundesligist Hertha BSC Berlin an die Lila-Weißen ausgeliehen. „Er gehört zu den stärksten Torhütern der Liga“, lobte VfL-Trainer Daniel Thioune vor der Partie gegen die Würzburger Kickers (Samstag, 14 Uhr). „Marius kommt aus der 1. Liga und will da auch irgendwann wieder hin,“ sagte Thioune, der nach dieser Saison um einen Abgang von Gersbeck fürchten muss.

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Ob der Torwart wieder zurück zur Hertha geht, bei der er einen Vertrag bis 2019 hat, oder eine weitere Saison ausgeliehen wird – eventuell dann wieder nach Osnabrück – ist nach aktuellem Stand offen. Klar ist: In Berlin ist jedenfalls kein Platz für alle Keeper, wie der „kicker“ in dieser Woche berichtete. Stand jetzt stünden zur kommenden Saison sechs Torhüter bei den Berlinern unter Vertrag. In dieser Woche wollen sich, so berichtete es zumindest das „Fachmagazin“, Hertha-Manager Michael Preetz und Torwarttrainer Zsolt Petry zusammensetzen und „über das Torwart-Tableau für die neue Saison verständigen“.

Für Gersbeck ist das alles noch kein Thema. „Diese Frage interessiert mich noch nicht. Es gibt hier viel Wichtigeres. Ich möchte für den VfL erstmal weiterhin eine gute Saison spielen“, sagte der 22-Jährige. Man müsse im Sommer weiterschauen. Er persönlich gehe mit der Situation ganz entspannt um. „Für mich geht es darum, mich zu präsentieren und einen neuen Vertrag zu bekommen“, sagte Gersbeck.

Selbstkritik nach Meppen-Derby

Im vergangenen Spiel gegen den SV Meppen fiel der gebürtige Berliner mit kleineren Unsicherheiten auf. „Das Derby war ein besonderes Spiel. Als Spieler saugt man diese Stimmung natürlich auf, vielleicht wollte ich zu viel“, sagte Gersbeck, dessen zu hastiger Abschlag in der ersten Halbzeit beinahe zu einem Gegentor führte. „Aber Gott sei Dank blieb das ja ohne Folgen. Natürlich ärgert man sich hinterher darüber, aber ich hake das jetzt auch ab.“

Mit der Entwicklung der Mannschaft ist Gersbeck nach den schwierigen Wochen sehr zufrieden. „Wir haben auch vor den letzten fünf Spielen gut gespielt, nur keine Punkte geholt. In den letzten Wochen haben wir die Spiele dann gut gemeistert – endlich gepunktet – und konnten uns dadurch ein wenig wieder absetzen“, sagte Gersbeck.


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