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07.03.2018, 20:19 Uhr KOMMENTAR

Nach dem Derby des VfL gegen Meppen: Haltung und Zivilcourage zeigen

Kommentar von Stefan Alberti

Das kostet: Zündeleien im VfL-Block. Foto: KemmeDas kostet: Zündeleien im VfL-Block. Foto: Kemme

Osnabrück. Wieder einmal haben einige Osnabrücker Ultras Pyrotechnik gezündet – und damit die Stimmung im Derby des VfL gegen Meppen getrübt. Ein Kommentar.

Da genießen knapp 13000 Menschen die Dramatik eines lange zurückersehnten Derbys – und dann wird der Abend durch Chaoten getrübt. Ein Teil der Osnabrücker Ultras hat es wieder mal mit dem Zünden von Pyrotechnik geschafft, dass dem VfL in den nächsten Wochen eine saftige Rechnung des DFB ins Haus flattert. Ein Fan, der seinem geliebten Verein finanziellen Schaden zufügt? Mit gesundem Menschenverstand ist das nicht zu erklären. Niemand hat etwas dagegen, wenn die Ultras ihrem Unmut gegen das Pyrotechnik-Verbot des DFB Luft machen. Auf geeignete Art und Weise –und sicher nicht mit Zündeleien, die die Gesundheit anderer Menschen im Stadion gefährden.

Altes Thema

Aber worauf machen wir da aufmerksam? Auf ein altes Thema, um das sich mittlerweile die Debatten im Kreise drehen – und bei dem sich viele entnervt abwenden, weil sie es nicht mehr hören wollen. Allerdings: Entnervt sein und sich abwenden – das reicht nicht. Wer Haltung zeigen will, sollte auch den Mumm haben, das Verhalten der Ultras anzuprangern – so wie es hörbar einige Anhänger am Dienstagabend in der Ostkurve gemacht haben. Neben der Haltung kommt dann noch die Zivilcourage ins Spiel – der Mut, die Urheber der kriminellen Handlungen beim Namen zu nennen. Und das hat überhaupt nichts mit Denunziantentum zu tun.


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