Warum Tim Danneberg die Raupe nicht sah VfL Osnabrück: Nach dem Derby überwiegt die Enttäuschung

Meine Nachrichten

Um das Thema VfL Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Raupe: Marcos Álvarez, Jules Reimerink, Marc Heider und Marc Wachs jubeln nach dem Tor zur 2:1-Führung. Foto: KemmeRaupe: Marcos Álvarez, Jules Reimerink, Marc Heider und Marc Wachs jubeln nach dem Tor zur 2:1-Führung. Foto: Kemme 

Osnabrück. Da standen sie nun nach dem 2:2 und wussten nicht so recht, wie sie damit umgehen sollten. Die einen saßen oder knieten auf dem Boden und hielten sich die Hand vor die Stirn, die anderen klatschten sich immerhin ab und gratulierten sich zum Punktgewinn. Mit was für einem Gefühl geht man aus so einem Spiel?

Tim Danneberg war ehrlich: „Mir geht es so, dass ich heute extrem frustriert bin.“ Die Begründung lieferte er gleich nach: „Wir wussten ja, es ist Derbytime und wir sind bei den Fans nach der Hinspielniederlage in der Bringschuld. Wenn man in der ersten Viertelstunde alles aufs Parkett bringt, was man sich vorgenommen hat, dann durch ein dummes Gegentor in Rückstand gerät, danach trotzdem wieder so zurückkommt und am Ende noch eins kassiert, dann ist das wirklich bitter.“

Auch Jules Reimerink konnte da nur beipflichten. „Schade. Echt schade“, waren seine Worte auf dem Weg in die Kabine. Wenige Minuten vorher hatte er noch mit Marcos Álvarez, Marc Heider und Marc Wachs gejubelt. Nach seinem 2:1 waren die VfL-Spieler auf die Knie gegangen, packten sich an den Füßen und tanzten als Raupe über den Rasen. „Ich glaube, das war heute Morgen beim Anschwitzen Thema“, sagte Steffen Tigges. Danneberg sah den Jubel nicht einmal. „Ich habe mir ja selbst den Knöchel noch gehalten, weil ich vorher gefoult wurde“, erklärte er. Im Liegen legte er den Ball aber noch Tigges vor, der ihn geschickt mitnahm und an Reimerink weiterleitete.

„Das war super. Wir haben heute gezeigt, was für ein Herz und Charakter in der Mannschaft steckt“, betonte Danneberg. „Genau dieses Gefühl müssen wir in die nächsten Wochen mitnehmen.“ Und nicht den Frust.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN