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VfL-Profi spielte mit „taubem Fuß“ Marc Heider: Das 2:2 tut schon weh

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Engtanz: Meppens Markus Ballmert umklammert Marc Heider. Foto: Helmut KemmeEngtanz: Meppens Markus Ballmert umklammert Marc Heider. Foto: Helmut Kemme 

Osnabrück. Marc Heider hat beim 2:2 gegen den SV Meppen den VfL Osnabrück als Kapitän aufs Feld geführt. Nach dem Derby spricht der Stürmer über die verlorene Seitenwahl und den bitteren Ausgleich. Außerdem erklärt er, weshalb er sein Tor mit dem Kopf und nicht mit dem Fuß erzielte. Der war nämlich „taub“.

Herr Heider, wie war der Klammerblues mit Ballmert?

Das hatte nicht mehr viel damit zu tun, dass er an den Ball kommen wollte, er hat sich eher mit meinem Oberkörper beschäftigt. Ich denke, der Schiedsrichter hätte da auf den Punkt zeigen können, aber er hat es wohl anders gesehen.

Sie waren heute Kapitän und haben gleich die Seitenwahl verloren.

Gut, Grosso (Christian Groß) hat das letzte Woche ja auch gemacht. Da habe ich gedacht, ich bleibe dabei.

Wenn man das Spiel in einem Wort zusammenfasst, ist es dann „schade“?

Kann man so sagen. Wenn man das Spiel so dreht, wie wir es uns heute verdient haben, und dann zwei Leute alleine im 16er stehen lässt, dann wird man bestraft. Das war unnötig. Wenn man so viel Aufwand betreibt, einen Rückstand wieder so ins Positive zu drehen, dann muss man die letzte Viertelstunde kompakt stehen.

Fühlt sich das 2:2 nun eher an wie eine Niederlage?

Mit dem Punkt können wir leben, aber wir hätten den Sieg verdient gehabt, und das ist extrem bitter. Das tut schon weh.

Vor Ihrem Tor zum 1:1 hätten Sie fast ausgewechselt werden müssen.

Ja, Ich habe einen Schlag ans Knie bekommen, dabei wurde ein Nerv getroffen, und der Fuß war zum Schluss fast die ganze Zeit taub. Es war ein bisschen merkwürdig zu laufen. Gerade kommt das Gefühl wieder.

Deshalb haben Sie das Tor dann per Kopf erzielt.

Genau, da braucht man den Fuß ja nicht. Der Ball kommt gut, fliegt über alle Köpfe hinweg, bei mir kommt er runter. Hat gut gepasst, guter Freistoß, gutes Tor.

Nach dem 2:1 wurde der Fuß dann noch einmal angepackt beim Raupenjubel.

Alva (Marcos Álvarez) hat ja immer glorreiche Ideen. Na gut, das ist ja eigentlich nicht so meins, aber muss man mal mitmachen.


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