„Derbys sind nicht normal“ Heute, 19 Uhr, Flutlicht, Bremer Brücke: VfL gegen Meppen

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Ob er am Dienstagabend auch mit den VfL-Fans feiern kann? Torwart Marius Gersbeck. Foto: imago/EibnerOb er am Dienstagabend auch mit den VfL-Fans feiern kann? Torwart Marius Gersbeck. Foto: imago/Eibner 

Osnabrück. Ob es die Mutter aller Derbys in der 3. Fußball-Liga ist, mag jeder für sich entscheiden. In jedem Fall knistert es gewaltig. Dienstagabend. Flutlicht. VfL Osnabrück gegen den SV Meppen – vor der größten Saisonkulisse an der Bremer Brücke seit dem DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV.

Welche VfL-Spieler sollen starten? „Ich werde nicht drei Spieler aus dem Kader streichen und drei von der Tribüne holen“, sagt VfL-Coach Daniel Thioune. Viele Veränderungen werde es nicht geben. Wo er personell den Hebel ansetzt, verrät der Trainer nicht. Ersetzt werden muss in jedem Fall der gelbgesperrte Kapitän Christian Groß. „Da haben wir einige Optionen im Kopf.“ Für die Sechserposition stehen zum Beispiel Kamer Krasniqi, Ahmet Arslan oder auch Konstantin Engel bereit.

Ansonsten? Steht noch ein Fragezeichen hinter Emmanuel Iyoha, der weiter mit Problemen im Sprunggelenk zu kämpfen hat. Am Dienstagmittag soll endgültig über seinen Einsatz am Abend entschieden werden.

Ein Spiel wie jedes andere? Natürlich werden die Beteiligten nicht müde, immer wieder davon zu sprechen, „dass es in diesem Spiel auch nur um drei Punkte geht“. Aber: „Derbys sind nicht normal“, sagt Innenverteidiger Adam Sušac. „Ich kenne diese Atmosphäre gut aus meiner Zeit in Aue, wenn wir gegen Dresden gespielt haben.“ Na ja, „und ich war auch im Hinspiel in Meppen dabei“. Sein Ziel: „Revanche für die 0:1-Hinspielniederlage.“

Weiteres Indiz für die Besonderheit dieses Spiels: Das Abschlusstraining am Montagnachmittag absolvierte der VfL im Stadion. „Nach Tagen mit Übungseinheiten auf dem Kunstrasenplatz eine schöne Abwechslung“, sagt Thioune. Neben der Abwechslung aber auch ein guter Schachzug, um Trainingsspione auszuschließen.

Was denkt Thioune über die Emsländer? „Ein richtig guter Gegner. Eine Mannschaft, die auch Fußball spielen möchte. Die Meppener lassen wenig zu, vielleicht haben sie Probleme bei Standards. Und mit Benjamin Girth haben sie einen Topstürmer in ihren Reihen, der aus wenig viel macht.“ Thioune hat Respekt vor der Arbeit, die in Meppen geleistet wird. „Mit Geschäftsführer Ronny Maul verbindet mich eine enge Freundschaft. Er hat am Montagmorgen noch per SMS gefragt, in welchem Zustand der Rasen ist“, verrät der VfL-Trainer. „Ich freue mich auch, dass Christian Neidhart eine so tolle Saison spielt. Am Ende wollen wir trotzdem vor den Meppenern stehen.“

Gibt es sonst noch etwas? Ja. Thioune würde sich freuen, wenn sein Team und er den VfL-Fans heute einen solchen besonderen Moment liefern können, wie er ihn am 9. Juni 1991 als Zuschauer in der Ostkurve erlebt hat: „Pele Wollitz zirkelt in letzter Minute einen Freistoß zum 3:2 gegen Meppen in den Knick. Ein unvergesslicher Moment. Das Stadion tobte.“

Haben wir sonst noch etwas vergessen? Ja. Der VfL weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, „dass erkennbare Anhänger des SV Meppen trotz gültiger Eintrittskarte keinen Zutritt zu Osnabrücker Tribünenbereichen erhalten“. Erwartet werden rund 12500 Zuschauer, das Stadion wird nicht ausverkauft sein. Dennoch dürfte der VfL mit dieser Kulisse den Topwert der Saison (sehen wir vom DFB-Pokalspiel gegen den HSV ab) aufstellen (bisher 10107 gegen Lotte)

Und wie geht’s nun aus? Rasse, Klasse, Rudelbildung und Dramatik wie am 9. Juni 1991 – und der VfL gewinnt 3:2.


Dienstag, 6. März 2018, 19 Uhr: VfL Osnabrück – SV Meppen

So könnten sie spielen:

VfL Osnabrück: 21 Gersbeck – 7 Renneke, 17 Sušac, 37 Sama, 5 Engel – 29 Krasniqi, 13 Danneberg – 15 Reimerink, 16 Wachs – 20 Heider, 11 Álvarez.

Reserve: 1 Paterok (Tor), 4 Appiah, 8 Sen, 14 Arslan, 19 Steffen Tigges, 25 Iyoha, 27 Falkenberg.

Es fehlen: Groß (Gelbsperre), Klaas (im Lauftraining), Dercho (Reha/OP am Sprunggelenk), Savran (Innenbandriss, Knorpelschaden), Bickel (im Aufbau), Leon Tigges, Ruschmeier, Zorba, Möller, Breulmann, Kristo (nicht im Kader).

SV Meppen: 1 Domaschke - 15 Ballmert, 31 Gebers, 5 Vidovic, 27 Vrzogic – 29 Bähre, 8 Leugers – 20 Kleinsorge, 10 Wagner, 9 Granatowski – 20 Girth.

Schiedsrichter: Jonas Weickenmeier (Frankfurt). Der 29-Jährige leitete bislang eine Partie mit VfL-Beteiligung (1:0 gegen Jahn Regensburg am 7. Dezember 2013).

Zuschauer: Erwartet werden 12 500 Besucher (darunter etwa 2500 Meppener).

Live-Ticker: www.noz.de. – Live-Radio: www.infomantis.de/vflradio. – Livestream: telekomsport.de (für Abo-Kunden).

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