Nur eine Niederlage, viel Aufregung VfL Osnabrück: Gute Heimbilanz gegen den SV Meppen

Von Daniel Brickwedde

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Heikko Glöde (rechts) traf dreimal für den VfL im ersten Bezirksderby in der 2. Bundesliga. Foto: Helmut KemmeHeikko Glöde (rechts) traf dreimal für den VfL im ersten Bezirksderby in der 2. Bundesliga. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Der SV Meppen ist an der Bremer Brücke ein willkommener Gast. Nur einmal verlor der VfL Osnabrück eine Heimpartie gegen den emsländischen Nachbarn – dieses Spiel allerdings deutlich. Ständiger Begleiter des Bezirksderbys: viel Aufregung.

Selbst ein Pfeifkonzert verdiente die Mannschaft des VfL Osnabrück nicht mehr. Viele Zuschauer verließen bereits vorzeitig die Bremer Brücke, der Rest verfolgte die Chancenlosigkeit der eigenen Mannschaft gleichgültig. Ein Doppelpack von Damir Bujan und ein weiterer Treffer durch Andreas Helmer besiegelten einen ungefährdeten 3:1-Derbysieg des SV Meppen im Oktober 1991. Pfiffe gab es nur in der Halbzeitpause für eine falsche Queen, die der VfL zur Unterhaltung den Fans präsentierte – ein Gag, der ebenfalls nicht zündete. Der Auftritt der Mannschaft machte hingegen nur sprachlos. Ein Nachmittag komplett zum Vergessen für den VfL.

Sechs Siege in elf Begegnungen

Allerdings blieb die Begegnung eine Ausnahme im Bezirksderby gegen Meppen. Denn es sollte der einzige Erfolg in der Geschichte des emsländischen Nachbarn an der Bremer Brücke sein. Elf Derbys zwischen dem VfL und Meppen gingen bislang in Osnabrück über die Bühne, sechs Mal siegten die Lila-Weißen, vier Mal gab es ein Remis, nur einmal gewann Meppen.

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Unvergessen dabei der 3:2-Erfolg im Juni 1991. Ein Last-Minute-Treffer durch Claus-Dieter Wollitz bescherte dem VfL am vorletzten Spieltag der 2. Bundesliga einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Auch das erste Bezirksderby in der 2. Bundesliga entschied Osnabrück im Oktober 1987 zu Hause vor 21000 Zuschauern mit 3:2 für sich. Matchwinner mit drei Toren: Heikko Glöde.

Piepenbrock wird Bestechung vorgeworfen

Für Aufregung sorgte damals Meppens Manager Gerd van Zoest, als er nach dem dritten VfL-Tor auf den Linienrichter zuging und ihm seine Brille anbot. Erst eine Handvoll Ordner konnte den aufgebrachten van Zoest aus dem Stadion bringen. Der Beginn großer Hektik in der Schlussphase, vor allem am Seitenrand. „Ich bin im eigenen Haus noch nie von Verantwortlichen des Gastvereins so beschimpft worden. Mir wurde sogar Bestechung des Schiedsrichters vorgeworfen“, zeigte sich VfL-Präsident Hartwig Piepenbrock hinterher entgeistert von den Vorfällen.

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Den höchsten Sieg im Bezirksderby feierte der VfL vor eigenem Anhang in der Saison 1970/71, als der SV Meppen in der Regionalliga Nord mit 5:0 geschlagen wurde. Das letzte Punktspiel zwischen beiden Vereinen an der Brücke liegt fast 19 Jahre zurück: Am 17. September 1999 gelang dem VfL im Spitzenspiel der Regionalliga Nord ein 3:0 gegen Meppen – 16000 Zuschauer feierten an einem Freitagabend die Mannschaft von Trainer Wolfgang Sidka und bejubelte die Tore von Jacek Janiak, Michael Müller und Christian Claaßen.

Auswärts sieht die Bilanz dagegen schlechter aus. Neben vier Siegen und vier Unentschieden gingen fünf Partien in Meppen verloren – inklusive der 0:1-Hinrundenniederlage in dieser Drittliga-Saison. Zum Glück steht nun ein Heimspiel an.


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