„Das tut mir brutal weh“ Samas Gegentor-Frust und die von VfL-Kapitän Groß verlorene Seitenwahl

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Kann schwer mit Gegentoren leben: Innenverteidiger Stephen Sama (links). Foto: osnapixKann schwer mit Gegentoren leben: Innenverteidiger Stephen Sama (links). Foto: osnapix 

Osnabrück. Wer am Samstag nach dem Schlusspfiff Stephen Sama beobachtete, sah zunächst keinen VfL-Innenverteidiger, der sich über das 2:1 der Osnabrücker gegen die SG Sonnenhof Großaspach freute.

Als er nach dem Duschen aus der Kabine kommt, ist sein Ärger immer noch nicht verflogen. Wer das Ergebnis des Spiels noch nicht kennt, muss beim Blick ins Gesicht von Stephen Sama davon ausgehen, dass der VfL gegen Großaspach verloren hat. Alles in Ordnung? „Okay.“ Aber irgendetwas stimmt doch nicht, oder? „Dass wir das Gegentor kassiert haben, tut mir brutal weh.“ Der 24-Jährige kann sich überhaupt nicht freuen – zumindest am Samstag nicht. „Wir hätten den Deckel zumachen müssen. Wenn wir 2:0 führen, dann müssen wir das 3:0 und 4:0 machen und weiter geil auf Tore sein.“

„Ich danke Gott“

Bei allem Frust über das Gegentor: Sama ist nach wenigen Wochen glücklich, endlich wieder Fußball spielen zu dürfen. Das bringt er in jedem Spiel auch öffentlich zum Ausdruck: „Ich danke Gott, dass ich den Rasen betreten darf und wenn ich das Spielfeld wieder verlasse.“

Zurück zu den Ärgernissen des Tages. Obwohl: „Letztlich hat uns die verlorene Seitenwahl noch gestärkt“, sagt VfL-Kapitän Christian Groß. Was war passiert? Dass der VfL in der zweiten Halbzeit gerne in Richtung Ostkurve spielt, wussten wohl auch die Großaspacher. SG-Kapitän Daniel Hägele gewann die Seitenwahl und sorgte dafür, dass der VfL bereits in der ersten Halbzeit in Richtung Ost spielen musste – obwohl es bis in die Bundesliga üblich ist, dass der Gast auch bei gewonnener Seitenwahl dem Gastgeber die Entscheidung über die Spielrichtung überlässt. Groß: „Da kann man nichts machen. Aber ich habe die Jungs vor dem Anpfiff im Kreis extra darauf hingewiesen – und es hat uns motiviert.“

Groß ist übrigens nach seiner zehnten Gelben Karte am Freitag in Erfurt gesperrt. „Das ist auch ärgerlich, aber früher oder später wäre die zehnte Gelbe Karte ohnehin gekommen.“


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