„Bereitschaft auf beiden Seiten“ Thioune und der VfL sprechen über eine Vertragsverlängerung

Von Harald Pistorius

Über das Saisonende hinaus Trainer des VfL? Daniel Thioune ist gelassen. Foto: KemmeÜber das Saisonende hinaus Trainer des VfL? Daniel Thioune ist gelassen. Foto: Kemme 

Osnabrück. Es läuft gerade wieder beim VfL Osnabrück. Und das hat auch mit Trainer Daniel Thioune zu tun. Die Zeit ist reif, über eine Vertragsverlängerung zu sprechen.

„Das Verständnis in der Mannschaft für unsere Arbeit war auch da, als die Ergebnisse nicht so passten.“ Der Satz fiel eher beiläufig, aber nicht zufällig. Nach vier Spielen mit zehn Punkten nähert sich die Zufriedenheit schon hier und da der Euphorie, doch Daniel Thioune betont mit diesem Satz die Kontinuität der Entwicklung.

Auf eine unaufdringliche Art selbstbewusst tritt der VfL-Trainer auf. Thioune weiß, was er kann und was er will. „Ich habe keine Jobverlustangst“, hat er in den ersten Wochen nach der Amtsübernahme von Joe Enochs am 4. Oktober 2017 gesagt. Nach vier Wochen als Interimscoach bekam Thioune einen Cheftrainervertrag, der am 30. Juni 2018 ausläuft.

„Wir haben schon gesprochen und festgestellt, dass die Bereitschaft, gemeinsam weiterzumachen, auf beiden Seiten da ist“, sagte Thioune am Samstag, Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man über Vertragsangebote reden kann.“ ( Weiterlesen: Der VfL gewinnt gegen Großaspach)

Sachlich, ruhig und ohne unterschwellige Botschaften: Thioune geht das Thema gelassen an. Das gilt auch für Sportchef Benjamin Schmedes, der „keine Wasserstandsmeldungen abgeben“ will, aber betont: „Wir sind seit dem Trainingslager in Spanien in Gesprächen, die wir seitdem fortgeführt haben – und zwar unabhängig von den Ergebnissen in der Liga.“

Nach der Entscheidung in der Trainerfrage müssen weitere Personalien geklärt werden. Abgesehen von den Leihspielern (Gersbeck, Wachs, Iyoha, Sama, Sen, Bickel) laufen elf Verträge aus: Davon sind Groß, Arslan, Reimerink, Krasniqi, Ruschmeier und Renneke Kandidaten für einen Verbleib. Bis 2019 gebunden sind Sušac, Dercho, Danneberg, Klaas, Álvarez, Heider (bei dem eine Option greift), Steffen und Leon Tigges und Zorba sowie Engel (bis 2021).