„Fast eine Welt zusammengebrochen“ VfL-Torschütze Iyoha: Der Treffer ist unheimlich wichtig für mich

Von Stefan Alberti

Freut sich über seinen zweiten Saisontreffer: Emmanuel Iyoha (rechts), hier mit Jules Reimerink. Foto: KemmeFreut sich über seinen zweiten Saisontreffer: Emmanuel Iyoha (rechts), hier mit Jules Reimerink. Foto: Kemme

Osnabrück. In den vergangenen Wochen erlebte er ein kleines Wechselbad der Gefühle. „Vielleicht fehlte das Glück“, meint VfL-Offensivspieler Emmanuel Iyoha, der gegen Großaspach das 2:0 erzielte.

Herr Iyoha, war das Tor zum 2:0 ein persönlicher Brustlöser?

Natürlich. Ein Supergefühl. In den vergangenen Wochen fehlte mir manchmal vielleicht das Glück. Der Treffer ist unheimlich wichtig für mich.

Gerade auch vor dem Hintergrund der vergangenen wechselhaften Wochen? In Halle standen Sie nicht einmal im Kader.

Genau. Vor dem Halle-Spiel ist für mich fast eine Welt zusammengebrochen. Ich hatte 1000 Fragezeichen und verstand die Welt nicht mehr. Rückblickend ist das alles nachvollziehbar. Zu dem Zeitpunkt hat dem Trainer eben nicht alles gefallen, was ich gemacht habe. Also habe ich an mir gearbeitet, eine Schippe draufgelegt – und den Kampf angenommen. Diese Nichtberücksichtigung hat mir letztlich zusätzlichen Ansporn gegeben.

Nach dem Aufwärtstrend der vergangenen Spiele können Sie trotzdem nicht davon ausgehen, am Freitag in Erfurt wieder im Kader zu stehen, oder?

Das stimmt. Aber ich finde es mittlerweile gut, dass man sich nie sicher sein kann. Keiner darf sich nach einer guten Leistung ausruhen und in den Tagen danach die Beine hochlegen. Wer meint, dass er in der Woche nicht richtig Gas geben müsse, der spielt dann auch nicht. Und das finde ich auch richtig.

Noch einmal kurz zum Spiel gegen Großaspach. Was war der Schlüssel zum Erfolg?

Es war ganz wichtig, dass wir gegen diesen defensiv eingestellten Gegner nicht ungeduldig geworden und überhastet zu Werke gegangen sind. Wir haben immer wieder auf unsere Chance gelauert. Mit Erfolg. Nach dem 2:0 müssen wir aber hungrig bleiben und das 3:0 und 4:0 machen. Die Chancen dazu waren da. So haben wir uns nach dem Anschlusstreffer selbst das Leben noch kurz schwer gemacht. Das hätte nicht sein müssen.