VfL-Trainer sehr zufrieden mit seinem Team Gespräche über Vertragsverlängerung mit Daniel Thioune laufen

Der Trainer und sein Torjäger: Daniel Thioune nach dem Abpfiff mit Marcos Alvarez und Emmanuel Iyoha. Foto: Helmut KemmeDer Trainer und sein Torjäger: Daniel Thioune nach dem Abpfiff mit Marcos Alvarez und Emmanuel Iyoha. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Zehn Punkte aus vier Spielen,Sprung auf Platz zwölf – doch VfL-Trainer Daniel Thioune freute sich nach dem 2:1 gegen die SG Sonnenhof Großaspach nicht nur über die reinen Zahlen der aktuellen Erfolgsserie des VfL Osnabrück. „Kompliment an diese Mannschaft, ich bin wirklich sehr zufrieden, wie sie diese harte Nuss geknackt hat.“ Inzwischen laufen erste Gespräche über eine Verlängerung des Vertrags mit dem Trainer über den 30. Juni 2018 hinaus.

Hier geht´s zum Video: Daniel Thioune im Interview nach dem 2:1 gegen Großaspach

Thioune wäre nicht Thioune, wenn er nicht das nötige „Aber“ angesprochen hätte. Der Fußballlehrer ärgerte sich über die Nachlässigkeiten nach dem 2:0. „In der letzten Viertelstunde haben wir verpasst, das 3:0 zu machen – und wir haben nicht mehr so konsequent verteidigt und sind nach dem Anschlusstor unnötig in Schwierigkeiten gekommen.“

Doch das war auch das Einzige, was Thioune auszusetzen nach der erfolgreich bestandenen Geduldsprobe gegen einen „passiven, tief stehenden und kompakt verteidigenden Gegner“, wie der VfL-Coach die Spielweise der seit fünf Partien sieglosen Aspacher beschrieb.

Nach einer ereignisarmen Anfangsphase, in der es so gut wie kein Durchkommen für den VfL gab, sei durch leichte Varianten auf den Flügeln mehr Raum geschaffen worden: „Wir haben unsere Außenstürmer etwas einrücken lassen, um Platz zu schaffen für die Flügelspieler Renneke und Wachs.“

Dass der sechste Heimsieg vollauf verdient war, stand für Thioune außer Zweifel: „Wir hatten immer die Spielkontrolle, haben nach der Pause den Druck und das Tempo erhöht. Das Tor zum 1:0 war die logische Konsequenz unserer Überlegenheit.“

Thioune schaute einen Monat zurück, als der VfL nach dem 0:1 in Halle den unangenehmen Sog der Abstiegszone spürte. „Das war vor dem Chemnitz-Spiel eine schwierige Phase, aber wir hatten den Glauben an uns und spürten, dass das Verständnis für unsere Arbeit Früchte trägt“, sagt der Trainer, „aber wir werden jetzt auch nicht euphorisch, obwohl es den Jungs natürlich auch mal gut tut, in der Tabelle einen schönen Sprung zu machen.“

Inzwischen hat es zwischen Thioune und dem VfL erste Gespräche über eine Verlängerung des am 30. Juni 2018 auslaufenden Vertrages gegeben, ein konkretes Angebot für den 43-Jährigen und seinen Co-Trainer Merlin Polzin liegt allerdings nicht vor. „Die Bereitschaft ist auf jeden Fall auf beiden Seiten da“, sagt Thioune, der nach der Entlassung von Joe Enochs am 4. Oktober 2017 zunächst als Interimstrainer eingesprungen und Anfang November 2017 bis zum Ende der laufenden Saison zum Cheftrainer aufgestiegen war.

Korrektur: In einer ersten Version dieses Textes hieß es irrtümlicherweise, der aktuelle Vertrag von Daniel Thioune laufe bis 2019. Das stimmt nicht, der Vertrag endet am 30. Juni 2018. Wir bitten, diesen redaktioneller Fehler zu entschuldigen.