Nach dem 3:2 des VfL in Lotte Sportfreunde-Obmann Wilke fühlte sich wie auf der Autobahn

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Der Rasen in Lotte hat es auch wirklich nicht immer leicht: Während Sportfreunde-Kapitän Tim Wendel (vorne) seinen Frust am Geläuf auslässt, freuen sich im Hintergrund die Spieler des VfL Osnabrück. Foto: FotostandDer Rasen in Lotte hat es auch wirklich nicht immer leicht: Während Sportfreunde-Kapitän Tim Wendel (vorne) seinen Frust am Geläuf auslässt, freuen sich im Hintergrund die Spieler des VfL Osnabrück. Foto: Fotostand

Osnabrück. Ein Spiel mit Nachhaltigkeitswert. Auch wenn der Schlagabtausch zwischen den Sportfreunden Lotte und dem VfL Osnabrück (2:3) in puncto Zuschauerresonanz einen vorläufigen Tiefpunkt in der Derby-Bilanz der Clubs in der 3. Fußball-Liga setzt, wird der 18. Februar 2018 noch lange in den Köpfen der Anhänger bleiben.

Die Kulisse: Es war das vierte Derby zwischen den Sportfreunden und dem VfL in der 3. Liga. Keines der vorherigen drei Spiele war schlechter besucht. Am Sonntag pilgerten 6615 Zuschauer zum Stadion am Lotter Kreuz. Zum Vergleich: Das erste Spiel zwischen den Kontrahenten in der 3. Liga sorgte für den bisherigen Zuschauerrekord: 16000 Besucher kamen zur Bremer Brücke – ausverkauft. Der VfL gewann 3:0. Im Rückspiel in Lotte (0:0) am 29. April 2017 kamen 9318 Besucher. In der aktuellen Saison wurden in der Hinrundenpartie am 26. August 2017 an der Bremer Brücke (1:0 für den VfL) 10107 Anhänger gezählt.

Dass nun im vierten Spiel nicht einmal 7000 Besucher in Lotte waren, ist für Sportfreunde-Obmann Manfred Wilke keine Überraschung. Beide Clubs seien sich zum ersten Mal im Tabellenkeller begegnet, das Derby habe auch nicht mehr eine solche Magnetwirkung wie das erste Spiel: „Von daher sind 6615 Zuschauer in Ordnung.“

Der Rasen: Am Tag nach dem Spiel schüttelt Wilke den Kopf darüber, dass mancherorts mehr über die Platzbreite in Lotte als über das „schöne und spannende Derby“ geredet wird.

Weil der Rasen im Stadion an den Außenlinien gefroren und damit gefährlich glatt war, ließ Schiedsrichter Robert Kampka das Spielfeld an den Seitenlinien um jeweils zweieinhalb Meter verkleinern. „Das wird uns bestimmt kein zweites Mal passieren“, sagt Lottes Fußball-Obmann. Nach Angaben von Wilke sollte am vergangenen Dienstag zum ersten Mal nach der Installation die neue Rasenheizung ihren Dienst verrichten. Dann sei man jedoch von einem technischen Defekt überrascht worden. Die Hoffnung, dass mittels der Sonnenkraft die gefrorenen Bereiche zum Auftauen gebracht werden könnten, habe sich leider nicht erfüllt. „Letztlich hat der Schiedsrichter aber 98 Prozent der Fläche für in Ordnung befunden. Und ich gehe davon aus, dass wir kein DFB-Nachspiel befürchten müssen.“

Wilke schüttelt dann noch einmal den Kopf, „weil ich mich am Sonntag zeitweise wie auf der Autobahn mit Gaffern fühlte“. Warum das? „Als unser Platzwart die neuen Linien ziehen wollte, mussten wir erst einmal die aufgeregten Reporter und Fotografen um Vernunft bitten, damit die Linien in Ruhe gezogen werden konnten.“

Und was sagt der VfL-Sportdirektor? Für Benjamin Schmedes ist das Thema erledigt: „Das waren zwar keine regulären Voraussetzungen, aber beide Teams haben diese Bedingungen angenommen.“ Mit dem besseren Ende für den VfL. Schmedes: „Vielleicht ein glücklicher Sieg, aber kein total unverdienter. Es war kein Zufall, dass wir das dritte Tor in der Nachspielzeit erzielt haben.“ Die Mannschaft habe bis zur letzten Minute an sich geglaubt und sei entsprechend überzeugend aufgetreten.

Kein Spiel des Perspektivkaders: Das für den heutigen Dienstag angesetzte Testspiel des VfL-Perspektivkaders beim Landesligisten VfL Oythe ist abgesagt. Der Platz ist nicht bespielbar – auch nicht auf einem verkleinerten Feld.


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