Angebot aus den USA? Ehemaliger Osnabrücker Trainer Enochs sagt RW Essen ab

Soll in Essen abgesagt haben: Joe Enochs. Foto: KemmeSoll in Essen abgesagt haben: Joe Enochs. Foto: Kemme

hp/al Osnabrück. Der ehemalige Coach des Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück, Joe Enochs, hat sich nach längeren Verhandlungen aus dem Kreis der Kandidaten beim Regionalligisten Rot-Weiß Essen zurückgezogen. Wie es aus Essen heißt, will der aus Kalifornien stammende Enochs eine Anfrage aus seiner Heimat prüfen.

Enochs, der im Oktober 2017 beim VfL Osnabrück durch Daniel Thioune ersetzt wurde und bei den Lila-Weißen noch mit einem Vertrag bis 2020 ausgestattet ist, war nach NOZ-Informationen einer von drei Kandidaten für die Nachfolge von Argirios Giannikis, der im Sommer zum Drittligisten VfR Aalen geht.

Kein Statement von Enochs

Nach Informationen des westdeutschen Fußballmagazins „Reviersport“ hatte der Aufsichtsrat an der Hafenstraße erst vor wenigen Tagen prinzipiell grünes Licht für die Verpflichtung von Enochs gegeben. Eine Vertragsauflösung mit dem VfL Osnabrück hat es offenbar noch nicht gegeben.

Enochs wollte auf Anfrage unserer Redaktion das Thema überhaupt nicht kommentieren – weder im Hinblick auf Rot-Weiß Essen, noch auf ein mögliches Angebot aus den USA.

Angebot aus Chemnitz

In der Winterpause war Enochs beim abstiegsbedrohten Drittligisten Chemnitzer FC der Favorit auf die Nachfolge von Horst Steffen. Doch nach Informationen aus Chemnitz, wo für den Amerikaner ein Einjahresvertrag bereitlag, kam es nicht zu einer Einigung mit dem VfL. Mit seinem Heimatverein, für den Enochs vom 1. Juli 1996 ununterbrochen bis zu seiner Freistellung am 4. Oktober 2017 in verschiedenen Positionen (Profi, Amateur- und Nachwuchstrainer, Nachwuchsmanager, Cheftrainer) tätig war, war es bis dahin nicht zu einer Vertragsauflösung gekommen. Dabei ist offenbar ungeklärt, ob die im Frühjahr 2017 verkündete Vertragsverlängerung in der Befristung bis 2020 überhaupt mit dem langfristigen Arbeitsverhältnis seit 1996 vereinbar ist.