Nach dem Last-minute-Sieg VfL-Angreifer Álvarez: Das 2:1 war natürlich auch so gewollt

Von Stefan Alberti

Osnabrücker Schlitzohr: Marcos Álvarez. Foto: KemmeOsnabrücker Schlitzohr: Marcos Álvarez. Foto: Kemme 

Lotte. Schlitzohr und Torjäger: VfL-Angreifer Marcos Álvarez verrät, was ihm vor seinem Traumtor zum 2:1 bei den Sportfreunden Lotte durch den Kopf ging.

Herr Álvarez, war das Tor zum 2:1 auch so gewollt?

Natürlich war das so gewollt. Man sieht doch, wie ich vor dem Schuss hochgeschaut habe. Und das hatte auch einen Grund.

Welchen?

Vor dem Spiel hatte mich unser Torwarttrainer „Rollo“ Meyer darauf hingewiesen, dass der Lotter Keeper öfter mal weit draußen steht. Entsprechend habe ich darauf geachtet. Ich bin nun mal ein Schlitzohr (lächelt).

Ein Tor für die Auswahl zum Tor des Monats?

Das ist mir egal, das sollen andere entscheiden. Wenn es das Tor in die Auswahl schafft, würde ich mich natürlich freuen.

Noch einmal zurück zum Schlitzohr. Von den Rängen mussten Sie sich ja auch einige Beschimpfungen als „Schauspieler“ anhören. Haben Sie das mitbekommen?

Klar. Aber das sind Momente, die mich nur pushen. Wenn ich keine Leistung bringen würde, hätten die gegnerischen Fans keinen Grund, mich zu beschimpfen. Ich provoziere gerne – dann muss ich auch mit Provokationen von der anderen Seite leben. So ist Fußball. Nach dem Spiel ist so etwas vergessen.

War es bisher Ihr schönstes Spiel seit der Rückkehr zum VfL?

Es ist immer etwas Besonderes, wenn man zwei Tore schießt. Dann auch noch in einem Derby – und dann auch noch mit einem Siegtor in letzter Minute. An dieses Spiel werde ich bestimmt öfter zurückdenken.

Wie groß ist die Erleichterung, endlich wieder auswärts gewonnen zu haben?

Sehr groß. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir hier Heimspiel-Atmosphäre hatten – und wir vorher zu Hause schlafen konnten.

Der Schlaf daheim wäre auch vor jedem Auswärtsspiel hilfreich?

Bestimmt. Jeder schläft lieber zu Hause als im Hotel.