Fußball-Talks unter der Lupe Bremens Max Kruse stichelt vor dem Nordderby gegen den HSV

Von Lutz Hölker

Auskunftsfreudig: Max Kruse (rechts), hier im Gespräch mit ZDF-Moderator Sven Voss. Foto: imago/HoffmannAuskunftsfreudig: Max Kruse (rechts), hier im Gespräch mit ZDF-Moderator Sven Voss. Foto: imago/Hoffmann

Osnabrück. Trotz der 0:1-Niederlage am Nachmittag beim SC Freiburg zeigte sich Werder Bremens Mittelstürmer Max Kruse im „Sportstudio“ des ZDF im Gespräch mit Moderator Sven Voss weiterhin überzeugt vom Konzept seines Trainers. Schalkes Sportchef Christian Heidel gab indes im Interview Auskunft über die Stimmungslage bei den Knappen.

Das 0:1 in Freiburg nahm Kruse verhältnismäßig gelassen. „Es war definitiv nicht unsere beste Leistung, das muss man ganz klar sagen. Auch wenn wir das Spiel heute gewonnen hätten, wären wir da unten nicht raus. Die anderen Mannschaften punkten auch, wie beispielsweise Mainz“, äußerte Kruse gegenüber Moderator Voss. Dementsprechend fiel Kruses Prognose zum restlichen Saisonverlauf aus: „Auch wenn wir die letzten Spiele ansehnlich gespielt und mehrfach gepunktet haben, wird es bis zum Schluss eine enge Kiste.“

„Eigene Philosophie“

Zu seinem neuen Trainer Florian Kohfeldt pflegt Kruse offensichtlich ein gutes Verhältnis. Besonders seine offene Kommunikation mit der Mannschaft hob Werders Mittelstürmer lobend hervor: „Er versucht uns viel mit auf den Weg zu geben, er hat seine eigene Philosophie. Natürlich trifft er im Endeffekt die Entscheidung, aber er holt sich durchaus auch noch eine zweite oder dritte Meinung von uns ein. Das finde ich persönlich sehr, sehr gut“, schwärmte Kruse. „Er weiß genau, was er sich vorstellt und was er mit der Mannschaft erreichen will. Man hat in den letzten Spielen auch gesehen, dass wir mit Mannschaften mithalten können, die viel weiter oben stehen als wir“, so Kruse weiter. Vor dem Derby beim tief in der Krise steckenden HSV gab Kruse sich angriffslustig: „Ich hoffe, wir sorgen dafür, dass die Stimmung dort nicht besser wird. Wir haben die Chance, trotz der Niederlage heute, auf neun Punkte wegzuziehen vom HSV und von Köln. Das wäre schon ein Riesenschritt für uns.“

„Wir sind uns komplett einig“

Schalkes Sportvorstand Christian Heidel gab nach dem 2:1-Erfolg gegen Hoffenheim im Interview mit ZDF-Moderator Boris Büchler Auskunft über die aktuelle Stimmungslage des Vereins: „Ich glaube, wir sind total auf Kurs, in allen Bereichen. Die Stimmung auf Schalke war gut, die wird teilweise nur etwas anders dargestellt. Wir sind uns hier komplett einig in dem, was wir tun. Selbst wenn wir heute verloren hätten, wären wir uns alle einig“, bekräftigte Heidel.

Außerdem räumte der 54-Jährige mit Behauptungen auf, dass die Stimmung bei den Fans angeblich zu kippen drohe. „Ich habe das Gefühl, dass die Menschen auf Schalke alle verstanden haben, was wir vorhaben – und wir haben immer darauf hingewiesen, dass es Rückschläge geben kann. Auch wenn ich der Meinung bin, dass durch die Art und Weise, wie wir das Spiel gegen München verloren haben, es nicht einmal ein richtiger Rückschlag war.“

Zu den anhaltenden Vertragsverhandlungen mit Eigengewächs Max Meier hielt sich Schalkes Manager weiter bedeckt. „Max Meier hat bislang noch keinen neuen Vertrag unterschrieben. Das hat man so zu akzeptieren, da müssen wir abwarten.“ Auf Nachfrage, wann Heidel eine Entscheidung erwarte, antwortete er nur mit „demnächst“. Allzu lange scheint Meier die Verhandlungen also nicht mehr hinauszögern zu können.