8200 Zuschauer sehen ein gutes Spiel VfL Osnabrück ohne Schussglück beim 0:0 gegen den Karlsruher SC

Von Harald Pistorius und Benjamin Kraus

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Osnabrück. Keine Tore, aber ein prima Spiel. Nur ein Punkt, aber wieder ein Schritt nach vorn. Beim 0:0 gegen den Karlsruher SC war der VfL Osnabrück dem Sieg lange näher als der Aufstiegsanwärter, musste aber in der Schlussphase um den Punkt bangen.

Drei Wechsel nach einem 6:1 – ungewöhnlich, aber erklärbar. Klaas musste wegen einer Oberschenkelverletzung passen, Sama bekam die erwartete Pause, die auch Alvarez nötig hatte. VfL-Trainer Thioune stellte hinten um auf eine Dreier/Fünferreihe, verdichtete das Zentrum und bot Heider/Iyoha als Doppelspitze auf.

So sicherte sich der VfL gut ab gegen die KSC-Konterstärke und machte mit flotten Kombinationen – mehr durch das Zentrum als über die Flügel – Druck auf die derzeit beste Abwehr der Liga.

Heider trifft das Außennetz

Die erste Chance – Heider traf aus spitzem Winkel das Außennetz (7.) – war noch das Ergebnis eines Missverständnisses zwischen Uphoff und Gordon. Doch dass Renneke, der nach dem ersten VfL-Konter verzog (29.), und Heider, der nach einem Traumpass von Krasniqi aus guter Position das Tor verfehlte (34.) zu Chancen kamen, war das Ergebnis einer zielstrebigen und offenkundig auf den Gegner zugeschnittenen Offensivleistung. (Der Liveticker zum Nachlesen)

Die Karlsruher schienen anfangs etwas überrascht vom Osnabrücker Schwung, zeigten dann aber schnell, warum sie seit zwölf Spielen unbesiegt ist. Die einzige Chance fiel dem KSC in den Schuss, als Susac einen sicheren Ball verlor und Muslija freie Bahn hatte – Gersbeck parierte den Flachschuss meisterlich (40.).

„Wir werden nicht viele Chancen bekommen“, hatte Thioune vor dem Spiel gesagt. Die Möglichkeit, die sich Danneberg kurz nach der Pause bot, war bereits die dritte – nach einer Kopfballverlängerung hätte der Routinier vielleicht besser selbst aus halblinker Position schießen sollen anstatt aufzulegen für Iyhoa, der zentral und unter Bedrängnis den Ball nicht voll traf (52.).

Balance zwischen Kontrolle und Angriffsrisiko

Es blieb ein gutes, anspruchsvolles Spiel, in dem beide Mannschaften um die Balance zwischen Kontrolle und Angriffsrisiko bemüht waren. Im Spiel nach vorn war der VfL dabei deutlich aktiver, weil die Mannschaft stark und schnell umschaltete und sofort den Ball in die Spitze spielte.

Die Karlsruher verteidigten mit guter Raumaufteilung und ließen den Ball gut laufen, doch ein Durchkommen bei der sehr aufmerksamen VfL-Abwehr fanden sie lange nicht.

Als ein strammer Linksschuss von Iyoha, abgefeuert aus 15 Metern, knapp am linken Eck vorbeistrich (64.), war der VfL ganz klar vorn in der Punktewertung, die es im Fußball natürlich nicht gibt. Dafür aber das ungeschriebene Gesetz, dass Manschaften, die ihre Chancen auslassen, bestraft werden.

Um ein Haar wäre es so gekommen, denn zwischen der 70. und 77. Minute stand der aufdrehende KSC dicht vor der Führung Föhrenbach verzog nach einer Ecke aus Nahdistanz, danach zeigte Gersbeck seine Klasse, als er in drei torgefährlichen Szenen zupackte.

In dieser Schlussphase hatte der KSC mehr zuzusetzen; verständlich, denn mehr Aufwand hatte der VfL betrieben, der nun die letzten Reserven mobilisierte, um dagegenzuhalten. Die Einwechslungen von Arslan und Sama (für den starken, aber abgeschlagenen Engel) brachten Entlastung, aber bei den letzten Angriffen fehlten Kraft und Konzentration.

Weiterlesen: Iyoha über das 0:0 gegen Karlsruhe


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