Karlsruher SC kommt mit Pisot VfL Osnabrück: Nach dem 6:1 nun gegen die beste Abwehr

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Den Weg nach vorn will der VfL um Christian Groß gegen den KSC beschreiten. Foto: GelhotDen Weg nach vorn will der VfL um Christian Groß gegen den KSC beschreiten. Foto: Gelhot 

Osnabrück. Ein Bonusspiel? Nicht für Daniel Thioune. „Diese Partie gehört zu unserem Weg dazu“, sagt der Trainer des VfL Osnabrück vor dem Nachholspiel gegen das formstarke Spitzenteam Karlsruher SC an diesem Mittwoch (19 Uhr/Bremer Brücke) in der 3. Fußball-Liga.

Wie ist die Ausgangslage der Teams? Der VfL möchte nach dem ersten Sieg im Jahr 2018 gegen Chemnitz (6:1) seinen Weg aus dem Tabellenkeller fortsetzen: Ein weiterer Erfolg ließe den Vorsprung auf die Abstiegszone auf komfortable neun Punkte in der dann im letzten Drittel begradigten Tabelle wachsen, dazu würden die Lila-Weißen an Zwickau und Münster vorbeiziehen. „Wir wollen Karlsruhe zeigen, dass die Trauben an der Brücke hoch hängen“, sagt Thioune mit Blick auf 13 geholte Punkte in den letzten fünf Heimspielen (18:4 Tore). Aber auch der Gast weist starke Zahlen vor: Zwölfmal unbesiegt, nur zwei Gegentore in zehn Spielen. Siegt der KSC, ist er bis auf einen Punkt an Relegationsrang drei herangerückt.

Ändert Thioune die Startelf nach dem 6:1-Kantersieg? „Das ist möglich“, sagt der Trainer – und vielleicht muss er es zwangsläufig angesichts der Tatsache, dass Sebastian Klaas beim Abschlusstraining fehlte – der Einsatz des 19-Jährigen ist wegen Oberschenkelproblemen fraglich. Dazu deutete Thioune an, dass der aus Fürth ausgeliehene Stephen Sama nach zuvor wenig Spielpraxis und nun zwei 90-Minuten-Einsätzen eine Pause in der englischen Woche bekommen könnte. Für die Innenverteidigung stünden mit Marcel Appiah und Konstantin Engel zwei erfahrene Kicker bereit. Letzterer könnte auch, wie Ahmet Arslan, ins Mittelfeld rücken, sollte Klaas ausfallen.

Wie geht Karlsruhe die Aufgabe an? Die Badener sind auf einer größeren Reise und fahren nach der Partie in Osnabrück direkt zur nächsten Partie am Samstag nach Halle weiter. Gegen den VfL droht aus der Stammelf der 22-jährige Mittelfeldspieler Marcel Mehlem (Oberschenkel) auszufallen. Dazu könnte auf dem linken Flügel im kompakten 4-4-2-System der zuletzt formschwache Ex-Lotter Marc Lorenz durch Marco Thiede ersetzt werden. Prägende Figuren in vorderster Front sind Drittliga-Rekordtorjäger Anton Fink und Goalgetter Fabian Schleusener (schon zehn Treffer). Die Tatsache, dass der KSC nach erzielten Toren (26, vier weniger als der VfL) die viertschlechteste Offensive der Liga hat, zeigt: Vor allem defensiv (nur 19 Gegentore: Liga-Topwert) hat sich die Elf unter Trainer Alois Schwarz stabilisiert. „In Osnabrück sind Grundtugenden gefragt: Kampfkraft und Leidenschaft“, sagt Ex-VfL-Verteidiger David Pisot, der daran großen Anteil hat.

Was ist sonst noch? Flügelspieler Christian Bickel absolviert nach seinem Kreuzbandriss unter Anleitung von Athletiktrainer Patrick Jochmann bereits wieder Individualtraining mit Ball auf dem Platz. Bis zu einem erstmaligen Einstieg ins Teamtraining wird es laut Thioune aber noch zwei oder drei Wochen dauern. ( Weiterlesen: Kamer Krasniqi über sein erstes Tor)

Und wie geht es aus? Der VfL trotzt einem starken KSC einen Punkt ab – 1:1.


So könnten sie spielen:

VfL: Gersbeck - Renneke, Susac, Engel, Wachs - C. Groß, Danneberg - Heider, Klaas, Reimerink - Alvarez

KSC: Uphoff - Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach - Wanitzek, Marc. Mehlem - Muslija (3,5) , Thiede - A. Fink - Schleusener.

In Reserve: 1 Paterok (Tor), 4 Appiah, 37 Sama, 14 Arslan, 25 Iyoha, 8 Sen, 29 Krasniqi.

Es fehlen: Dercho (Reha/OP am Sprunggelenk), Savran (Innenbandriss, Knorpelschaden), Bickel (Aufbautraining), Leon Tigges, Falkenberg, Ruschmeier, Zorba, Möller, Kristo, Steffen Tigges (nicht im Kader).

Schiedsrichter: Eric Müller (Bremen). Der 27-jährige Referee des FC Union 60 hat eine kurze Anreise und den VfL in der 3. Liga schon beim 3:0 gegen Erfurt im September 2016 geleitet.

Zuschauer: Über 7000, wie beim 6:1 gegen Chemnitz.

Live-Ticker: www.noz.de. – Live-Radio: www.info-

mantis.de/vflradio. – Livestream: telekomsport.de (für Abo-Kunden).

Die nächsten Spiele: Am Sonntag, (18. Februar, 14 Uhr) in Lotte; am Samstag (24. Februar, 14 Uhr) gegen Sonnenhof Großaspach.

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