KSC mit breiter Brust zum VfL Schwartz: „Bremer Brücke hat nostalgisches Flair“

Von Luis Rewwer


Osnabrück. Wenn der VfL Osnabrück am Mittwoch, 14. Februar 2018, (19 Uhr) zum Drittliga-Nachholspiel antritt, erwarten die Lila-Weißen einen Gegner mit breiter Brust. Nach dem versäumten Start des Karlsruher SC sind die Aufstiegsplätze nach zwölf ungeschlagenen Spielen wieder in Sicht.

Die seit dem 11. Spieltag ungeschlagenen Karlsruher mit Top-Torschütze Fabian Schleusener (zehn Tore) reiten nach dem 1:0-Erfolg über Aufstiegskonkurrent Fortuna Köln weiterhin auf der Erfolgswelle. Nach der Spielabsage im Dezember aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes im Stadion an der Bremer Brücke, ist der Karlsruher SC heiß auf die drei Punkte. „Die Stimmung ist gut, das Selbstvertrauen da. Entsprechend rechnen wir uns auch gute Chancen aus, in Osnabrück etwas zu holen“, sagt der ehemaliger VfL-Spieler David Pisot auf der Pressekonferenz vor dem Spiel in Osnabrück. Trotz der stärksten Defensive der 3. Liga warnt der Innenverteidiger vor der Offensive der Lila-Weißen, die nach dem 6:1-Erfolg über Chemnitz, ihr Potenzial gezeigt hat: „Osnabrück hat eine starke Offensive. Für uns ist es wichtig, dass wir unser Spiel auf den Platz bekommen.“

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Bemerkenswert: Die abstiegsbedrohte Mannschaft von VfL-Trainer Daniel Thioune schoss in der laufenden Saison bisher vier Tore mehr als die Aufstiegsaspiranten aus Karlsruhe. Personell kann KSC-Trainer Alois Schwartz so gut wie aus dem Vollem schöpfen. Lediglich Andreas Hofman fehlt dem KSC sicher, der weiter Trainingsrückstand hat. Der Einsatz Marcel Mehlem hingegen ist fraglich. Dem Mittelfeldspieler plagen seit Samstag Oberschenkelprobleme. Schwartz, der Osnabrücker Vergangenheit hat, schwelgt in Erinnerungen: „Ich habe als Spieler dort früher gerne gekickt, gerade unter Flutlicht. Da ist immer eine richtig gute Stimmung, das Stadion hat einen nostalgischen Flair.“

Für das Spiel erwarten die Osnabrücker rund 7000 Zuschauer, darunter 400 KSC-Fans. „In Osnabrück sind die Grundtugenden gefragt: Einsatzwille, Leidenschaft“, sagt Pisot.. Für die Mannschaft von Alois Schwartz geht es nach dem Spiel in Osnabrück nicht wieder zurück in die Heimat, sondern auf direktem Wege nach Sachsen-Anhalt weiter, wo sie am Samstag auf den Halleschen FC trifft. „Wenn wir direkt hinüber fahren haben wir etwas mehr Ruhe, können besser regenerieren und auch trainieren, damit wir gegen Halle alles abrufen können“, so Schwartz.