Heimspiel gegen Union Berlin VfL-U-19 gleicht 0:2 aus – und kassiert in Überzahl das 2:3

Von Peter Vorberg

Viel versucht, letztlich aber glücklos: Der VfL Osnabrück mit Felix Agu (links oben). Foto: Moritz FrankenbergViel versucht, letztlich aber glücklos: Der VfL Osnabrück mit Felix Agu (links oben). Foto: Moritz Frankenberg

Osnabrück. Nicht zuletzt wegen der verschlafenen ersten Hälfte kassierte die U19 des VfL Osnabrück in der A-Junioren-Bundesliga gegen den Tabellenzwölften Union Berlin eine 2:3-Niederlage. Da war die starke zweite Hälfte für die Lila-Weißen nur ein schwacher Trost: Nachdem sie einen 0:2-Pausenrückstand mit großem Einsatz aufgeholt hatten, kassierten sie noch den K.o.

Dementsprechend enttäuscht sanken Denis Rosum, Janik Tepe, Felix Agu und Co. nach Abpfiff zu Boden. „Wir hätten nach der zweiten Halbzeit bestimmt einen oder drei Punkte verdient gehabt“, ärgerte sich VfL-Kapitän Tim Möller über den Spielausgang. „Leider haben wir heute die ersten 20 Minuten verschlafen.“

VfL-Coach Marko Tredup improvisierte nach den Ausfällen von Sven Rüschenschmidt-Sickmann, Janik Ramm und kurzfristig Simon Haubrock in der Innenverteidigung. Er setzte neben Jona Breulmann auf Rechtsverteidiger Mathis Schrick. Das passte zu Beginn überhaupt nicht. Die hoch motivierten Gäste nutzen die Abstimmungsprobleme gnadenlos aus. Beim 0:1 hebelte ein langer Ball die VfL-Abwehr aus (9.), beim 0:2 kombinierten sich die Gäste unbedrängt durchs Zentrum (13.).

Der verschossene Foulelfmeter von Tim Möller (17., Foul an Agu) passte zum zögerlichen Auftritt im ersten Abschnitt, in dem die VfL-Talente ansonsten keine Torchance herausspielten. Berlin dominierte die Partie auf zunächst schneebedecktem Boden spielerisch. „Ich habe in der Pause intensiv angesprochen, was wir besser machen müssen“, sagte Tredup.

Seine Worte zeigten Wirkung. Denis Rosum läutete mit seinem Abstaubertor (46.) einen 30-minutigen VfL-Sturmlauf ein, der mit dem 2:2 erneut durch Rosum (70.) belohnt wurde. Als bei den Gästen Opfermann mit Gelbrot von Platz ging (76.), deutete vieles auf ein Happy End für den VfL hin. Aber es kam anders, weil ein erzwungener Ballverlust im Osnabrücker Aufbau den finalen Union-Konter zum 2:3 einleitete (82.). „Das ist an so einem Tag halt so: Elfer verschossen, 0:2 aufgeholt und solch ein Gegentor in Überzahl. Es war zudem ein Pressball, der zu einem Spieler kommt, zu dem er an sich gar nicht kommen sollte“, sagte Tredup relativ gelassen. Die starke zweite Hälfte seiner Elf durfte ihn, trotz des Abrutschens auf Tabellenplatz sieben, ein wenig versöhnlich stimmen: „Wir haben eine gute Reaktion nach der Pause gezeigt. Nur so gehts.“