Schmedes vor Flutlicht-Premiere VfL Osnabrück: Mit „Mut, Überzeugung und Leidenschaft“ gegen Chemnitz

Von Daniel Brickwedde

VfL-Sportdirektor Benjamin Schemdes zeigt sich zuversichtlich vor dem Spiel gegen den Chemnitzer FC. Foto: osnapix / TitgemeyerVfL-Sportdirektor Benjamin Schemdes zeigt sich zuversichtlich vor dem Spiel gegen den Chemnitzer FC. Foto: osnapix / Titgemeyer 

Osnabrück. Die Lage für den VfL Osnabrück im Tabellenkeller der 3. Liga ist gefährlich. Die Verantwortlichen leben allerdings vor dem wichtigen Heimspiel am Freitag (19 Uhr) gegen den Chemnitzer FC eine positive Einstellung vor. Sportdirektor Benjamin Schmedes blickt mit „Vorfreude“ auf sein erstes Flutlichtspiel beim VfL.

Der Tabellenviertletzte trifft auf den Tabellendrittletzten. Mehr muss zur Bedeutung der Partie für den VfL Osnabrück am Freitagabend gegen den Chemnitzer FC kaum gesagt werden – Spiele, für die die Floskel „Sechs-Punkte-Spiel“ erfunden wurde. Die Lage ist seit der 0:1-Niederlage am vergangenen Samstag in Halle prekär. Doch nach außen gehen die Verantwortlichen des VfL vor dem Kellerduell mit der Situation offensiv um.

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„Grundsätzlich müssen wir die Tabellensituation sehr ernst nehmen. Da streuen wir uns keinen Sand in die Augen“, sagte Sportdirektor Benjamin Schmedes auf der Pressekonferenz am Mittwoch, fügte jedoch an: „Nichtsdestotrotz ist es für uns ein zentrales Anliegen, das wir mutig, aus Überzeugung und leidenschaftlich agieren.“ Je mehr über Angst gesprochen wird, desto mehr Gedanken werden daran verschwendet, glaubt der 32-Jährige und reduziert den gegenwärtigen Fokus auf die Partie gegen Chemnitz: „Wir müssen mehr über die Chance nachdenken, den Gegner am Freitag auf sechs Punkte zu distanzieren.“ Für Schmedes wird es das erste Freitagabendspiel unter Flutlicht in seiner Amtszeit sein. Entsprechend blickt er mit großer „Vorfreude“ auf das Ereignis voraus und macht diese Stimmung auch in der Kabine aus.

Situation spielt in der Mannschaft eine Rolle

Allerdings spielt die gegenwärtige Situation mit nur 22 Punkten auf Platz 17 der 3. Liga auch in der Mannschaft eine Rolle, wie Trainer Daniel Thioune bestätigt. „Dass die Situation prekär ist, das wissen wir und auch die Mannschaft. Wir müssen uns damit auseinandersetzen. Damit gehen wir um. Wir müssen uns aber an Lösungen und nicht an Problemen orientieren“, sagt Thioune.

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Er fordert von seinen Spielern „Spielfreude und unterstreicht die Stärke und Qualität der Mannschaft – insbesondere in den Heimspielen. Vor der Winterpause verschaffte sich der VfL mit drei Heimsiegen in Serie etwas Luft im Abstiegskampf. Umso schmerzvoller war der anschließende schlechte Start in die Rückserie mit drei sieglosen Spielen inklusive zweier Auswärtsniederlagen. Dennoch lebt bei Thioune die Überzeugung, diesen Negativlauf am Freitag vor heimischen Anhang zu „durchbrechen.“