Tristesse im Tabellenkeller Wieder nichts aus Halle mitgebracht: Verdientes Osnabrücker 0:1

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Halle. Das war wieder nichts in Sachsen-Anhalt: Der VfL Osnabrück wartet seit fast fünf Jahren auf einen Punktgewinn beim Halleschen FC. Das Team von Coach Daniel Thioune unterlag verdient mit 0:1 – und steckt weiter tief im Tabellenkeller fest.

So traten sie an: Mal wieder eine Startelf mit einigen Überraschungen. Neuzugang Stephen Sama bekam sofort seine Chance in der Innenverteidigung – neben Adam Sušac. Der bisherige Innenverteidiger Marcel Appiah fand sich nicht auf der Bank wieder, sondern rückte auf die rechte Außenverteidiger-Position. Bashkim Renneke übernahm den rechten Flügel, Jules Reimerink startete links. Taktisch schlug sich dieses Gebilde zunächst in ein 4-4-2 nieder. Sebastian Klaas, in der Vorwoche gegen Fortuna Köln noch in der Startelf, nahm zunächst auf der Bank Platz. Ebenso Konstantin Engel – der aber auch mit einem grippalen Infekt geschwächt war. Für den einen oder anderen nicht unbedingt erwartet: Ahmet Arslan und Emmanuel Iyoha waren nicht in Halle dabei.

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So lief das Spiel: In den ersten 45 Minuten ein typisches 0:0. Der VfL stand hinten sicher, Neuzugang Sama dirigierte immer wieder lautstark seine Vorder- und Nebenleute. Aber: Die VfL-Deckung wurde auch kaum von den Gastgebern gefordert. Der HFC erspielte sich eine Chance, als Benjamin Pintol nach sieben Minuten seinen Kopfball zu hoch ansetzte. Auf der anderen Seite ein ähnliches Spiel, allerdings ohne eine Torchance für díe Osnabrücker in der ersten Halbzeit. Marc Heider und Marcos Álvarez blieben wirkungslos, über die Flügel herrschte Flaute. Im Zentrum fehlten die zündenden Ideen. Öffnende Pässe? Fehlanzeige. Ein typisches und über weite Strecken langweiliges 0:0 eben.

Nach der Pause hatte Halles Marvin Ajani mit der ersten Aktion des HFC das 1:0 auf dem Fuß. Der VfL war weit aufgerückt, Sama ließ Ajani vorbeiziehen – aber der Schuss des HFC-Angreifers trudelte jedoch am langen Pfosten vorbei (47.). Sechs Minuten später machte es Ajani besser. Erik Zenga kam im Strafraum unbedrängt an den Ball – Rückpass auf Ajani, der ebenso unbedrängt zum 1:0 für den HFC einschieben konnte. Die verdiente Führung für den nach der Halbzeit zielstrebiger auftretenden Club aus Sachsen-Anhalt.

Thioune brachte nach etwas mehr als einer Stunde seinen weiteren Winter-Neuzugang: Utku Sen kam für Reimerink ins Spiel. Der 19-Jährige sah nach seiner ersten Aktion (gestrecktes Bein) gleich die Gelbe Karte. Und dann? Versuchte der VfL, mehr Druck aufzubauen – allerdings weiter ohne nennenswerte Durchschlagskraft. Der HFC lauerte auf die Vorentscheidung, blieb mit Kontern gefährlich – zum Beispiel als Zenga mustergültig auf Mathias Fetsch ablegte – der Mittelstürmer scheiterte jedoch an Marius Gersbeck (73.). Wenige Minuten später hatte Royal-Dominique Fennell das 2:0 auf dem Fuß, wieder parierte Gersbeck.

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So ist die Lage: Es wird nicht besser im Tabellenkeller. Die zweite VfL-Niederlage im dritten Spiel des Jahres 2018. Mit dem Chemnitzer FC (1:0 gegen Jena) rückt ein Verfolger im Tabellenkeller weiter an den VfL heran. Werder Bremens U 23 unterlag gegen Münster mit 2:4. Rot-Weiß Erfurt muss am Sonntag noch gegen den FSV Zwickau spielen.

So war die Stimmung: Der finanziell angeschlagene HFC und die Hallenser Fans hatten im Vorfeld des Spiels einige Aktionen ins Leben gerufen, um – ja – Leben in den Erdgas Sportpark zu bringen. „(H)alle ins Stadion!“, lautete das Motto. Das führte dennoch nicht zum gewünschten vollen Haus, 5571 Zuschauer wollten die Partie sehen. Darunter etwa 250 Osnabrücker Fans, die zwar in Unterzahl waren, aber dennoch besten und immer wieder hörbaren Support ablieferten.

So geht‘s weiter: Der VfL muss bereits am Freitagabend (9. Februar) wieder ran. Die Lila-Weißen empfangen um 19 Uhr im Kellerduell der 3. Liga den Chemnitzer FC. Ein Duell auf neuem Geläuf. Denn wenn das Wetter weiter mitspielt, soll (ja muss) der neue Rasen an der Bremer Brücke bis Freitag verlegt sein. Wenige Tage später (14. Februar, 19 Uhr) genießt der VfL erneut Heimrecht, wenn das Spiel gegen den Karlsruher SC nachgeholt wird.


Hallescher FC: 32 Tom Müller – 2 Schilk, 13 Kleineheismann, 26 Torben Müller, 27 Baumgärtel – 5 Gjasula, 20 Fennell – 22 Ajani (90. 6 Lindenhahn), 21 Zenga (85. 31 Landgraf), 9 Pintol (83. 11 El-Helwe) – 10 Fetsch.

VfL Osnabrück: 21 Gersbeck – 4 Appiah (79. 18. Kristo), 17 Sušac, 37 Sama, 16 Wachs – 13 Danneberg (79. 26 Klaas), 10 Groß – 7 Renneke, 15 Reimerink (63. 8 Sen) – 20 Heider, 11 Álvarez.

In Reserve: 1 Paterok (Tor), 5 Engel, 19 Steffen Tigges, 29 Krasniqi.

Tor: 1:0 Ajani (53.).

Gelbe Karten: Gjasula (60.), Ajani (67.) / Heider (14.), Appiah (31.), Sama (57.), Sen (64.).

Schiedsrichter: Justus Zorn (Freiburg).

Zuschauer: 5571.

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