Zugänge Sama und Sen im Kader VfL Osnabrück reist ohne Arslan und Iyoha nach Halle

Von Stefan Alberti

Der letzte Sieg in Halle: VfL-Torwart Manuel Riemann fängt den Ball gerade noch ab – und feiert am 20. April 2013 mit dem VfL einen 2:1-Sieg in Halle. Foto: imago/KöhnDer letzte Sieg in Halle: VfL-Torwart Manuel Riemann fängt den Ball gerade noch ab – und feiert am 20. April 2013 mit dem VfL einen 2:1-Sieg in Halle. Foto: imago/Köhn 

Osnabrück. Größerer Kader, größere Auswahl für den Trainer – und entsprechend größer sind dann auch mal die personellen Überraschungen. So wie jetzt vor dem Spiel des VfL Osnabrück am Samstag (14 Uhr) beim Halleschen FC.

Wer muss zu Hause bleiben? VfL-Coach Daniel Thioune hat nach der Verpflichtung von Stephen Sama und Utku Sen mehr als zuvor die Qual der Wahl. Er darf halt nur 18 Fußballer nominieren. Und so dürften vor der Abfahrt nach Halle diesmal insbesondere Ahmet Arslan und Emmanuel Iyoha wenig erfreut gewesen sein, nicht zur VfL-Delegation zu gehören. Arslan hatte in dieser Saison bislang fast immer einen Kaderplatz: Er fehlte nur gegen Unterhaching wegen einer Gelbsperre. Iyoha war seit seiner Verpflichtung im August 2017 auch fast immer dabei: Der 20-Jährige fehlte nur verletzungsbedingt gegen Unterhaching. „Ich weiß, dass beide das nicht gut finden. Das erwarte ich auch so“, sagt Thioune, „aber in meinen taktischen Überlegungen für Halle macht es keinen Sinn, die beiden mitzunehmen“.

Ansonsten? Lässt sich der Coach wie immer nicht in die Spielkarten schauen. Denkbar ist, dass Neuzugang Sama sofort seinen Platz in der Innenverteidigung einnimmt (für Marcel Appiah). Denkbar ist auch, dass Konstantin Engel auf die rechte Außenverteidiger-Position rückt und Bashkim Renneke als Offensivkraft auf den Flügel zurückkehrt. Bei Thioune sind allerdings auch weitere Überraschungen nicht ausgeschlossen.

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Wie will der VfL auftreten? „Ich rechne auf beiden Seiten nicht mit brutalem Offensivfußball“, blickt Thioune voraus. „Wir müssen defensiv die Stabilität zeigen, die wir in den beiden vergangenen Spielen leider nicht hatten.“ Gerade in solchen Spielen wie gegen Halle müsse sein Team über den Kampf ins Spiel finden, ein wenig „Drecksack-Mentalität“ könne nicht von Nachteil sein.

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Wie ist die Stimmung in Halle? Beim HFC wird mit verschiedenen Aktionen fleißig daran gearbeitet, dem in finanzielle Turbulenzen befindlichen Club zu helfen. Schulden in Höhe von 1,35 Millionen Euro stehen im Raum, eine Spendenaktion hat bis Freitagmittag schon rund 300000 Euro eingebracht. In dieser „Jetzt-erst-recht-Stimmung“ zählen gegen Osnabrück natürlich nur drei Punkte.

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Was verrät die Statistik? Der VfL hat in der 3. Liga bislang fünf Spiele in Halle bestritten. Bilanz: vier Niederlagen, ein Sieg – und der liegt fast fünf Jahre zurück. Am 20. April 2013 siegte der VfL durch Tore von Timo Staffeldt und Simon Zoller 2:1.

Und wie geht’s nun aus? Kampf ist Trumpf in einem ekligen Spiel mit einem ekligen Ausgang für den VfL: Der HFC gewinnt mit 3:2.


Samstag, 14 Uhr: Hallescher FC – VfL Osnabrück (23. Spieltag)

So könnnten sie spielen

Hallescher FC: 32 Tom Müller – 2 Schilk, 13 Kleineheismann, 26 Torben Müller, 27 Baumgärtel – 5 Gjasula, 20 Fennell – 22 Ajani, 21 Zenga, 11 El-Helwe – 10 Fetsch.

VfL Osnabrück: 21 Gersbeck – 5 Engel, 37 Sama, 17 Sušac, 16 Wachs – 10 Groß, 13 Danneberg – 7 Renneke, 15 Reimerink – 20 Heider, 11 Álvarez.

In Reserve: 1 Paterok (Tor), 4 Appiah, 8 Sen, 18 Kristo, 19 Steffen Tigges, 26 Klaas, 29 Krasniqi.

Es fehlen: Falkenberg (Probleme Sprunggelenk), Ruschmeier (Wadenprellung), Dercho (Reha/OP am Sprunggelenk), Bickel (Reha/Kreuzbandriss), Savran (Innenbandriss, Knorpelschaden), Arslan, Iyoha, Zorba, Möller, Breulmann, Leon Tigges (alle nicht im Kader).

Schiedsrichter: Justus Zorn (Freiburg). Der 27-Jährige leitete zuletzt ein Spiel mit VfL-Beteiligung am 23. September 2017 (1:1 gegen Würzburg).

Zuschauer: Erwartet werden rund 7000 Besucher (etwa 250 aus Osnabrück).