Stimmen zum 2:2 gegen Fortuna Köln VfL-Kapitän Groß: Die Reaktion war in Ordnung

Von Johannes Kapitza


Osnabrück. Ein Punkt gewonnen, zwei verloren: Die Spieler des Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück waren nach dem 2:2 gegen Fortuna Köln innerlich so gepalten wie die Leistung auf dem Feld. In den Ärger über die verschlafene Anfangsphase mischte sich die Zufriedenheit über die Reaktion und die Leistung, mit der die Lila-Weißen aus dem 0:2 noch ein Remis machten.

Marius Gersbeck, VfL-Torwart: Ich bin ein offensiver Torwart und stehe beim 0:1 etwas weiter vorne. Da ist es dann mal schiefgegangen, beziehungsweise Dahmani hat es überragend gemacht und trifft den Ball gut. Es sieht unglücklich aus, aber ein Torwartfehler war es aus meiner Sicht nicht. Wir haben nach dem frühen 0:2 Moral bewiesen und gezeigt, dass wir gut drauf sind. Wir haben das Spiel fast noch gedreht. Wir haben die ersten 15 bis 20 Minuten scheiße gespielt, aber uns danach gesteigert. Darauf müssen wir aufbauen.

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Marcos Álvarez: Wenn man die Tabellensituation sieht, können wir mit einem 2:2 gar nicht zufrieden sein. Heute wollten wir zuhause drei Punkte holen. Keine Ahnung, was da in den ersten neun Minuten passiert ist. Da schenken wir dem Gegner zwei Tore. Ein großes Kompliment an die Mannschaft, dass wir dann noch zurückgekommen sind und zum Schluss die Chance haben, das Spiel noch für uns zu entscheiden, aber wir müssen einfach von Anfang an konzentrierter ins Spiel gehen. Das sind zu einfache Fehler, die wir machen. Dafür wird man in der 3. Liga sofort bestraft.

 

Tim Danneberg, Torschütze zum 1:2: Wenn man die Anfangsphase von uns sieht, muss man nach 90 Minuten sagen, dass es ein gewonnener Punkt ist. Wenn man die 70 Minuten nach den Gegentoren sieht und sieht, was wir auf den Platz bringen können, dann überwiegt heute bei mir der Frust. Es ist extrem ärgerlich, wie wir uns in der Anfangsphase präsentiert haben. Da müssen wir, gerade in unserer Situation, von vornherein hellwach sein. Wir müssen in jedem Spiel von Anfang an alles abrufen, was wir draufhaben – so, wir es dann nach den Gegentoren gezeigt haben.

 

Christian Groß, VfL-Kapitän: Man hat heute gesehen, was möglich ist, auch wenn man einem 0:2 hinterherläuft. Die 70 Minuten danach waren in Ordnung. Damit kann man sich identifizieren. Das ist das, was wir spielen wollen. Alles, was davor war, war einfach nicht gut, und wir haben zurecht 0:2 zurückgelegen. Die Reaktion, die wir gezeigt haben, war in Ordnung. Das ist der Weg, den wir in den nächsten Wochen gehen müssen.

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