Offensivmann mit Knieproblemen Zwei VfL-Tests, zwei Siege und Sorgen um Heider



Osnabrück. Zwei Testspiele, zwei Siege – eigentlich ein erfreuliches Wochenende für den VfL Osnabrück, wenn es die Sorgen um Offensivmann Marc Heider nicht gäbe…

Was ist mit Heider? Seit dem Trainingslager im südspanischen Lepe plagen den 31-Jährigen Probleme im Knie. Beim 3:2-Erfolg des VfL am Samstag bei der U23 des VfL Wolfsburg stand Heider in der Startelf, köpfte in der 21. Minute auch das Tor zum 3:1 – und ließ sich zwei Minuten später auswechseln. „Wenn ein Marc Heider um Auswechslung bittet, dann geht es auch wirklich nicht mehr“, sagte VfL-Cheftrainer Daniel Thioune. Am Montag soll eine MRT-Untersuchung weitere Aufschlüsse bringen. Solange die Ergebnisse nicht vorliegen, ist auch keine verlässliche Aussage möglich, ob Heider am Samstag beim SV Wehen Wiesbaden auflaufen kann.

Wie lief die Generalprobe? Welche Generalprobe? Thioune nahm am Wochenende dieses Wort nur ungern in den Mund. „Bei mir kann sich jeder auch noch einen Tag vor dem Spiel in Wiesbaden für die Startelf empfehlen“, sagte der Trainer. Beim Blick aufs Personal und auch nach den Aussagen des Coaches spricht einiges dafür, dass sich von den elf Spielern aus der Startelf von Wolfsburg einige für Wiesbaden empfohlen haben. Gerade in der ersten Halbzeit bei den „jungen Wölfen“ sei viel von dem umgesetzt worden, was er in den vergangenen Tagen mit der Mannschaft erarbeitet habe, so Thioune.

Bis zur Pause schoss der VfL in Wolfsburg eine 3:1-Führung heraus. Mit einem engagierten Auftritt. Mit hohem Pressing. Mit viel Tempo. Nach sechs Minuten führten die Osnabrücker durch Tore von Jules Reimerink (1.) und Sebastian Klaas bereits mit 2:0. Nach dem zwischenzeitlichen 1:2 (11.) erarbeitete sich der VfL weitere Chancen, erwähnter Heider erzielte das 3:1. Eine höhere Führung bis zur Halbzeit war möglich. In der Defensive harmonierten in der Innenverteidigung Marcel Appiah und Konstantin Engel. Letztgenannter wirkte im Vergleich zu seinem 90-Minuten-Auftritt im Trainingslager gegen Ingolstadt in Wolfsburg nicht ganz so frisch. Aber der 29-Jährige dürfte in Wiesbaden die Alternative in der Innenverteidigung sein, zumal Adam Sušac nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist.

In den zweiten 45 Minuten in Wolfsburg lief nicht mehr viel zusammen, was sicher auch an den zahlreichen Wechseln auf beiden Seiten lag. Nach einem Patzer von Keeper Tim Paterok (der Mitte der zweiten Halbzeit für Marius Gersbeck ins Spiel kam) verkürzte der Regionalligist noch auf 2:3. Über den zweiten Gegentreffer war Thioune verärgert: Auch wenn aufgrund der Wechsel nicht mehr so viel zusammengelaufen sei, „so erwarte ich von den Jungs, dass sie wenigstens sicher das 3:1 über die Zeit bringen“.

Wie lief das zweite Spiel? Also die Partie, die nicht als Generalprobe gewertet werden dürfte, zumal der VfL im Spiel am Sonntag gegen den Regionalligisten BSV Rehden viele A-Jugendliche einsetzte. Die Begegnung im Sportpark Illoshöhe sollte auch dem VfL-Perspektivkader Praxis ermöglichen. Am Spielfeldrand coachten Alexander Ukrow, Merlin Polzin und Rolf Meyer. Thioune und Sportdirektor Benjamin Schmedes beobachteten das Geschehen von der Tribüne aus. Das Spiel verlief ähnlich wie in Wolfsburg: Eine erste Halbzeit mit viel Schwung durch den VfL, eine zweite Halbzeit mit vielen Wechseln und stotterndem Spielfluss. Das Tor des Tages erzielte Tim Möller in der 35. Minute, als er eine Volley-Ecke von Ahmet Arslan ins Tor beförderte. Die Gäste spielten in den ersten 45 Minuten gut mit, Addy Menga als viel gegrüßter Rückkehrer hatte den Ausgleich auf dem Fuß, traf aber nur den Außenpfosten. Nach der Pause brachte der VfL das 1:0 sicher über die Zeit.


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