Führung in der ersten Minute „Zwei Halbzeiten, zwei Spiele“: VfL gewinnt bei Wolfsburgs U23 mit 3:2



Wolfsburg. Ein Test in der Autostadt mit zwei VfL-Gesichtern: Der Fußball-Drittligist VfL Osnabrück hat am Samstagnachmittag mit 3:2 bei der U23 des VfL Wolfsburg (Regionalliga Nord) gewonnen.

Die Osnabrücker legten einen Blitzstart hin. Es waren nicht mal 60 Sekunden gespielt, als Jules Reimerink mit einem herrlichen Lupfer über Torhüter Phillip Menzel das 1:0 besorgte. Fünf Minuten später machten die früh attackierenden Osnabrücker den Wolfsburger Torhüter nervös. Sebastian Klaas kam in Ballbesitz und schob zum 2:0 ein. Eine hochverdiente Führung, die die Wolfsburger weitere fünf Minuten später verkürzten. Die erste Wolfsburger Chance nutzte Luca Horn zum Anschlusstreffer.

Der VfL hielt aber weiter den Faden in der Hand, in der einen oder anderen Situation hätte dem Spiel vielleicht ein bisschen mehr Ruhe gutgetan. Aber: Das Team von Trainer Daniel Thioune blieb aggressiv, presste hoch und machte Tempo. Marc Heider köpfte folgerichtig nach einer Reimerink-Flanke zum 3:1 ein (21.). Der Torschütze musste anschließend ausgewechselt werden. Heider hat immer noch mit einer Reizung im Knie zu kämpfen. Marcos Álvarez kam – und fügte sich zumindest in Halbzeit eins gut ins Spiel ein. Der VfL zeigte weiter Zug zum Tor, eine höhere Führung war möglich.

Sonntag gegen Rehden

In der Pause wechselten die Gastgeber gleich achtfach aus. Beim VfL kam Kim Falkenberg für Bashkim Renneke, im Laufe der Spielzeit wechselte auch Thioune munter durch. Mit den zahlreichen Wechseln ging jedoch auch der Spielfluss des VfL verloren. Nur noch wenig Struktur im Mittelfeld, nur noch wenige gefährliche Aktionen nach vorne. Die „jungen Wölfe“ machten Druck, kamen nach einem Patzer des eingewechselten VfL-Keepers Tim Paterok durch Simon Böhm verdient zum Anschlusstreffer (77.) und drängten auf den Ausgleich. Der VfL brachte das 3:2 jedoch über die Zeit. „Zwei Halbzeiten, zwei Spiele“, resümierte anschließend Thioune. „In der ersten Halbzeit haben wir vieles von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Das ist das Spiel, das ich sehen möchte. An solch einer ersten Halbzeit habe ich als Trainer meine Freude.“ Und im zweiten Spielabschnitt? „Ist vieles nicht mehr so gut gelaufen, was sicherlich auch mit den vielen Wechseln zu tun hatte.“ Wolfsburgs Coach Rüdiger Ziehl sprach von einem „guten Test“. In der zweiten Halbzeit sei durchaus noch der Ausgleich drin gewesen, „aber man hat gesehen, dass Osnabrück weiter ist als wir“.

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Am Sonntag empfängt der VfL bereits um 11 Uhr an der Illoshöhe den BSV Rehden (ebenfalls Regionalligist). Thioune möchte in diesem Spiel den Profis mehr Spielzeit geben, die gegen Wolfsburg nicht so viel Praxis hatten. Dazu sollen Spieler aus der U19 eingesetzt werden.


VfL Wolfsburg U23: Menzel – Badu (46. Abdat), Ziegele, Jaeckel (46. Sarr), Franke (46. Marmoush) – Ghandour (46. Saglam), Horn (46. Neuwirt) – Vojic (46. Böhm), Donkor (46. Justvan) – Hanslik (46. May), Kara.

VfL Osnabrück: Gersbeck (71. Paterok) – Renneke (46. Falkenberg), Appiah (74. Sušac), Engel (62. Ruschmeier), Wachs (74. Zorba) – Groß, Danneberg (62. Krasniqi) – Iyoha, Klaas (62. Arslan), Reimerink (74. Steffen Tigges) – Heider (23. Álvarez).

Tore: 0:1 Reimerink (1.), 0:2 Klaas (6.), 1:2 Horn (11.), 1:3 Heider (21.), 2:3 Böhm (77.).

Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover).

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