Trainingslager in Lepe beendet VfL-Trainer lobt Youngster, Klausur-Stress und Krasniqis Ehrentag

Zufrieden mit dem Trainingslager: VfL-Trainer Daniel Thioune. Foto: José Luis De MiguelZufrieden mit dem Trainingslager: VfL-Trainer Daniel Thioune. Foto: José Luis De Miguel

Lepe. Es gibt noch einiges zu tun – Daniel Thioune will es anpacken. Nicht nur der VfL-Coach, sondern auch die Mannschaft hätte gerne das Trainingslager in Lepe wenigstens mit einem Testspiel-Erfolg beendet.

Die Niederlagen gegen Ingolstadt (0:1) und Mechelen (1:2) werden jetzt aber auch schnell abgehakt. „Wenn wir die reinen Ergebnisse betrachten, können wir nicht zufrieden sein. Aber ich habe ja schon im Vorfeld gesagt, dass das keine große Relevanz für mich hat“, meinte Thioune am Donnerstag kurz vor der Rückreise nach Deutschland. „Entscheidend ist für mich, dass wir das zeigen, was uns in den letzten Wochen starkgemacht hat.“ Konkret: hohes Pressing, aggressives Verteidigen, viele Räume nach vorne finden. „Im ersten Spiel gegen Ingolstadt war ich mit vielen Dingen einverstanden, im zweiten Spiel gegen Mechelen weniger.“ Rückblickend auf die Woche zog der Trainer eine positive Bilanz, auch wenn die Bodenverhältnisse in Lepe nicht immer optimal gewesen seien: „Wir haben viel Zeit miteinander verbracht, viele und lange Gespräche geführt. Auch die A-Jugendspieler haben eine kleine Duftmarke gesetzt. All das macht so ein Trainingslager aus.“

Albanische Leckereien

Während Thioune sein Fazit zu Protokoll gab, saßen die Youngster Sebastian Klaas und Jona Breulmann wahrscheinlich schon auf der Schulbank. Wichtige Abi-Klausuren standen auf dem Stundenplan, sodass sie bereits am Mittwochabend abreisen mussten. In Lepe nutzten beide jede freie Minute zur Vorbereitung auf die Klausuren.

Zu den Youngstern darf man auch noch Kamer Krasniqi zählen. Der musste keine Klausur schreiben – dafür durfte er seinen 22. Geburtstag feiern. „In den letzten Jahren hatte ich fast immer während eines Trainingslagers Geburtstag. Daran habe ich mich schon gewöhnt.“ Die Mannschaftskollegen dürfen sich in den nächsten Tagen noch auf einige Leckereien freuen: „Meine Mutter macht albanische Spezialitäten.“

Nach einer letzten Regenerationseinheit in Lepe startete der VfL-Tross kurze Zeit später in Richtung Flughafen. Am Freitag ist Pause. Vor dem Drittliga-Spiel in Wehen Wiesbaden (20. Januar) stehen am Wochenende noch zwei Tests auf dem Plan: am Samstag bei der U23 des VfL Wolfsburg (13 Uhr, die Partie findet auf Wunsch der Wolfsburger unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt), am Sonntag gegen den BSV Rehden (11.30 Uhr, Illoshöhe). Welches Spiel die Generalprobe sein soll? „Weiß ich nicht. Es sind zwei Spiele, in denen wir die Möglichkeit haben, noch einmal Dinge auszuprobieren. Ich werde bis zum Wiesbaden-Spiel alles so offenlassen, dass sich auch nächsten Freitag noch jemand im Training empfehlen kann.“


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