Schulz wechselt nach Leverkusen Isla Cristina ist bereit für den VfL Osnabrück

Von Stefan Alberti

Beste Bedingungen: Der VfL findet in Südspanien herrlich gepflegte Rasenplätze vor.  Foto: Islantilla Golf ResortBeste Bedingungen: Der VfL findet in Südspanien herrlich gepflegte Rasenplätze vor. Foto: Islantilla Golf Resort

Osnabrück. Mit einer 33 Köpfe starken Delegation startet der VfL Osnabrück am Donnerstagmittag in Richtung Südspanien, um bis einschließlich 11. Januar in Isla Cristina ein Trainingslager zu beziehen. Nicht mit an Bord: Bastian Schulz.

Der 32-jährige Mittelfeldspieler hat den VfL überraschend um Auflösung des ursprünglich bis zum 30. Juni 2018 laufenden Vertrags gebeten. Nach unseren Informationen hatte Schulz bereits ein Arbeitspapier bis zum 30. Juni 2019 in der Tasche, weil sich die Laufzeit aufgrund von zuvor vereinbarten saisonübergreifenden Einsatzzeiten bereits um ein Jahr verlängert hatte. Seit seinem Amtsantritt am 1. Juli 2016 stehen 28 Drittliga-Einsätze und vier Tore für den VfL zu Buche.

Das Thema Schulz wird nun durch den Wunsch des Spielers hinfällig. Schulz, der immer großen Wert auf die Karriere nach der Karriere gelegt hatte und zuletzt parallel zur Profi-Karriere den Studiengang „BWL für Leistungssportler“ erfolgreich absolvierte, macht jetzt weitere Nägel mit Köpfen.

Aufgabe im Scouting-Bereich

Der Anfang August im Spiel gegen den Halleschen FC erlittene doppelte Sehnenriss im Oberschenkel sei keine kleine Verletzung gewesen, „mit 32 muss ich mir Gedanken machen“. Und die habe er nun in konkrete Maßnahmen umgesetzt: Schluss mit der aktiven Karriere, Start einer „neuen und spannenden Aufgabe“ beim Bundesligisten Bayer Leverkusen. „Ich habe eine Festanstellung im Scouting-Bereich – dort werde ich gefordert und gefördert.“

„Wir bedauern Bastians Entscheidung sowohl aus sportlicher als auch menschlicher Sicht. Wir waren uns sicher, dass er sich nach seiner Verletzung wieder herankämpfen und weiterhin ein wichtiger Faktor für uns sein kann“, sagt Sportdirektor Benjamin Schmedes. „Gleichwohl haben wir Verständnis dafür, dass er sich mit 32 Jahren der sich ihm gebotenen Herausforderung des Berufseinstiegs in den Profifußball aus anderer Perspektive widmen möchte.“

Die Personalie Schulz ändert natürlich auch die Zusammensetzung des Kaders für das Trainingslager: Mit nach Spanien wird nun Felix Agu (aus der U19) reisen. Den Platz des verletzten Robert Kristo (nach wie vor Sehnenprobleme) besetzt Jona Breulmann, sodass der VfL nun mit einer 33-köpfigen Delegation (Spieler, Funktionsteam sowie Geschäftsführer Jürgen Wehlend und Sportdirektor Schmedes) in Isla Cristina präsent ist.

Cheftrainer Daniel Thioune bedauert den Weggang von Schulz, blickt aber gleichzeitig optimistisch auf die Woche in Spanien: „Ich habe eine klare Idee, wie ich Fußball spielen lassen will. Jetzt müssen wir unsere Idee vom Spiel mit dem Ball forcieren. Wir haben viele Aktionen zum Torabschluss, aber es fehlt die Klarheit. In der Woche in Spanien werden wir versuchen, noch flexibler und dynamischer anzugreifen. Man hat die Jungs zwölf Stunden am Tag, man kann besser mit ihnen sprechen und in ihre Köpfe kommen.“