Werden Allergien vorgeschoben? Zu viele Extrawünsche: Chefkoch platzt der Kragen

Diese Bestellung brachte den Koch auf die Palme. Screenshot: NOZ/Instagram.com/patrickfriesenDiese Bestellung brachte den Koch auf die Palme. Screenshot: NOZ/Instagram.com/patrickfriesen

Osnabrück. Zwölf Gäste bestellen in einem Restaurant – und jeder hat Extrawünsche. Solch ein Vorfall hat einen australischen Koch auf die Palme gebracht. Auf Instagram macht er seinem Ärger Luft – und erhält viel Zuspruch.

Patrick Friesen ist Chefkoch in einem Restaurant in Sydney. Vor einigen Tagen sollte er ein Gericht für eine größere Gäste-Gruppe kochen – doch die Bestellung machte ihn wütend. Für jedes der zwölf Gerichte waren Hinweise mit angeblichen Allergien der Gäste vermerkt. Friesen lud anschließend ein Foto von der Bestellung auf Instagram hoch und kommentierte: „Könnten Menschen mit Lebensmittelallergien bitte mal anfangen sich zu entscheiden, was sie essen können und was nicht? Schellfisch-Allergie, aber Austern-Soße lieben. Glutenfreies Essen bestellen, obwohl man Gluten mag , so lange es kein Brot ist. Vegetarier, die Chicken Wings lieben. Pescetarier, die Hühnchen essen. Kommt bitte mal klar und nervt euren Kellner nicht unnötig. Ihr macht es den Leuten mit wirklichen Allergien echt schwer, essen zu gehen“.

Woher kommt die Frustration?

Gegenüber dem „Daily Telegraph“ sagte der Chefkoch, seine Frustration rühre vor allem daher, dass seine Mutter tatsächlich an einer Lebensmittelunverträglichkeit leiden würde und demnach kein Weizen, Roggen, Gersten oder Hafer zu sich nehmen dürfe. Demgegenüber gebe es viele Kunden, die eine Allergie angeben würden, ohne eine derartige zu besitzen. Vielmehr entsprächen die Gerichte einfach nicht ihren Essgewohnheiten oder würden der eigenen Diät abträglich sein.

„Ich gehe ja auch nicht zum Inder und rege mich auf, wenn dort Curry serviert wird! Da kommen Leute für ihr erstes Date und sagen, sie seien allergisch gegen Zwiebeln, nur weil sie nicht nach Zwiebeln riechen wollen“, betont Friesen auf Instagram.

Dort erhält der Chefkoch viel Zuspruch für seinen Unmut. Zahlreiche Nutzer hätten ähnliche Erfahrungen gemacht, berichten sie. Andere erzählen dagegen, dass sie tatsächlich Allergien besäßen – sie bedanken sich dafür, dass sich viele Restaurants auf derartige Extrawünsche eingestellt hätten.


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