Bereits im Sommer an Winterurlaub denken Was gibt es beim Buchen einer Last-Minute-Reise zu beachten?

Von Olga Zudilin

Wer kurzfristig verreisen möchte, sollte bei der Buchung ein paar Dinge beachten. Foto: dpaWer kurzfristig verreisen möchte, sollte bei der Buchung ein paar Dinge beachten. Foto: dpa

Osnabrück. Wer kurzfristig verreisen möchte, sollte ein paar Dinge beachten. Hier kommen Tipps für einen Last-Minute-Urlaub.

Keine Zeit für die lange Fassung? Unten gibt es eine Kurzversion

Eine schlechte Nachricht vorweg: Last-Minute heißt nicht unbedingt billiger. Es bedeutet lediglich, dass die Reise kurzfristig gebucht wird. Wer trotzdem ein Schnäppchen machen möchte, sollte – egal ob online, am Flughafen oder im Reisebüro – auf jeden Fall die Reisepreise vergleichen. Dazu rät der Deutsche Reiseverband (DRV).

Wer erst in den Sommermonaten seinen Sommerurlaub bucht, hat die Frühbuchenangebote, die bis zu 30 Prozent Nachlassen bieten, bereits verpasst. Nach Informationen des DRV buchen die Deutschen ihren Sommerurlaub immer früher – zwischen Dezember und März. Außerdem verreisen die Deutschen immer mehr und geben auch mehr Geld für ihren Urlaub aus: Im Jahr 2017 haben die Bundesbürger 64,7 Milliarden Euro für ihre Urlaubs- und Privatreisen ausgegeben. Dies ist ein Plus von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Leistungen vergleichen

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen empfiehlt, den Preis eines Last-Minute-Angebotes mit dem einer herkömmlichen Reise zu vergleichen, um festzustellen, ob sich das vermeintliche Schnäppchen nicht doch als Mogelpackung erweist. Dabei sollten Urlauber nicht nur die Preise, sondern auch die angebotenen Leistungen prüfen. Wie weit ist zum Beispiel das Hotel vom Strand entfernt? Besteht die Verpflegung nur aus Frühstück oder Halbpension?

Tipps zum Sparen

Wer online nach Schnäppchen sucht, sollte die Voreinstellungen auf der Homepage prüfen und die Filter löschen, um wirklich das günstigste Angebot angezeigt zu bekommen. Obwohl Voreinstellungen nach Angaben der Verbraucherzentrale nicht erlaubt seien, wählten manche Anbieter zusätzliche Leistungen wie Reiserücktrittsversicherungen im Voraus aus.

Urlauber, die während der Ferienzeit fliegen, zahlen meistens drauf. Deswegen empfiehlt der DRV einen Flug aus einem Bundesland, in dem die Ferien noch nicht begonnen haben oder bereits vorbei sind. Außerdem sollten Reisende Abflüge unter der Woche in Betracht ziehen, da diese nach Angaben des Tourismuskonzerns Thomas Cook häufig günstiger seien als am Wochenende.

Die besten Voraussetzungen für ein Schnäppchen haben nach Angaben eines DRV-Sprechers die Urlauber, die bei Reiseziel und Reisezeitpunkt flexibel sind. Welche Last-Minute-Reiseziele besonders günstig sind, könne pauschal nicht gesagt werden. Da hilft nur: Angebote vergleichen.

Wohin reisen Deutsche?

Das beliebteste Reiseziel der Deutschen bleibt genauso wie im vergangenen Jahr auch diesen Sommer ganz klar Spanien. Für den Sommer 2018 zeigen nach Angaben des DRV Buchungen nach Spanien derzeit ein Umsatzplus von 4, 5 Prozent, die Kanaren steigen um sieben Prozent und die Balearen um drei Prozent. Griechenland liegt auf Platz zwei der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. Ebenfalls wachstumsstark – wie schon im vergangenen Jahr – zeigen sich die nordafrikanischen Urlaubsländer Ägypten, Tunesien und Marokko. Und auch die Türkei ist wieder im Kommen.

Egal wohin und wann gebucht wird: Die Verbrauchezentrale rät Reisenden dazu, nicht zu voreilig zu buchen. Denn Reiseverträge sind nicht so leicht widerrufbar – egal ob sie online oder im Reisebüro gebucht wurden.

Tipp für den Winterurlaub 2018

Wer im Winter verreisen möchte, sollte bereits in den Sommermonaten mit der Planung beginnen. Im Juni bis August locken nämlich viele Reiseveranstalter mit Frühbucherangeboten für den Winterurlaub. Diese können vor allem bei Fernreisezielen wie Thailand oder die USA lohnenswert sein.

Zusammenfassung:

  • Flexibel sein bei Reiseziel und Reisezeitpunkt
  • Nach Abflügen in anderen Bundesländern schauen
  • Preise und Leistungen vergleichen
  • Nicht vorschnell buchen
  • Bereits im Sommer nach Frühbucherrabatten für den Winterurlaub schauen


Hotelsterne im In- und Ausland:

Die Hotelklassifizierung in Deutschland und in anderen europäischen Ländern kann voneinander abweichen. Die Deutsche Hotelklassifizierung besteht aus fünf international anerkannten Kategorien. In den europäischen Ländern gibt es nach Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) unterschiedliche Systeme. Deutschland, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Tschechien, Ungarn, Belgien, Dänemark, Estland, Griechenland, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta und Slowenien gehören der Hotelstart Union an. Dabei handelt es sich um einen einheitlichen Kriterienkatalog zur Hotelklassifizierung, um Urlaubern und den Hoteliers mehr Transparenz und Sicherheit zu geben. Irland, Frankreich und Italien gehören zu den sogenannten Beobachterstaaten der Hotelstars Union, die in das System eingeführt werden sollen.

Mehr Informationen finden Urlauber unter www.hotelstars.eu

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