Google Doodle zu Ehren Oskar Fischingers Oskar Fischinger verband als Erster Musik mit visuellen Effekten

Den 117. Geburtstag des Filmemachers Oskar Fischinger feiert Google an zwei Tagen mit einem Interaktiven Doodle. Screenshot: NOZ/google.deDen 117. Geburtstag des Filmemachers Oskar Fischinger feiert Google an zwei Tagen mit einem Interaktiven Doodle. Screenshot: NOZ/google.de

Osnabrück. Den 117. Geburtstag des deutsch-amerikanischen Trickfilmzeichners, Filmemachers und Malers Oskar Fischinger feiert Google vom 22. bis 23. Juni 2017 mit einem interaktiven Doodle.

Weltweit wird an diesen beiden Tagen der interaktive Doodle an Oskar Fischinger erinnern. Und die Nutzer können dabei selbst kreativ werden: Durch das Anklicken verschiedener Punkte auf dem Bildschirm können sie eine eigene visuelle Musik komponieren. Für die Komposition stehen den Nutzern verschiedene Instrumente zur Auswahl.

Wer war Oskar Fischinger?

Aber war der Mann, dem Google zwei Tage lang mit einem interaktiven Doodle Tribut zollt? Oskar Fischinger wurde am 22. Juni 1900 in Gelnhausen bei Frankfurt am Main geboren. Er gilt als Pionier des abstrakten Films, der sich besonders um formale Bezugsmöglichkeiten bemüht.

Dazu gehören die Bildkomposition, Bewegung, Farbe, Licht und Rhythmus.

Fischinger, quasi einer der ersten Musikvideo-Regisseure der Welt war zur damaligen Zeit einer der wenigen, der sich Gedanken über die Verbindung von Musik und visuellen Effekten machte.

Inspiriert durch Walter Ruttmanns Film „Opus I“ entwickelte er um das Jahr 1920 herum eine Wachsschneidemaschine, sozusagen eine arbeitssparende Animations-Maschine, durch die Bildsequenzen lebendiger wirkten. Das technische Verständnis bekam der Gelnhausener durch seine Ausbildung, die er als Maschinenbautechniker abschloss.

Großer Erfolg im Ausland

Dies wird als Beginn von Fischingers Animations-Versuchen gesehen. Fischinger folgte Ruttmann nach München, um sich ganz dem Filme machen zu widmen. Gemeinsam mit anderen Regisseuren und Komponisten produzierte Fischinger verschiedene Cartoon-Filme und Lightshows.

Anschließend arbeitete er in Berlin, wo er eine Serie schwarz-weißer Studien produzierte, die er präzise zu Musikstücken synchronisiert – mit großem Erfolg. Die Filme wurden in Europa, Japan und Amerika gezeigt. 1933 folgte sein erster Farbfilm „Kreise“.

Die beiden weiteren Filme „Muratti greift ein“ und „Komposition in Blau“ waren so erfolgreich, dass die US-amerikanische Filmproduktionsgesellschaft Paramount ihm einen Vertrag anbot. Er nahm ihn an und ging 1936 in die Staaten. 1939 entwarf er dort unter anderem für Walt Disneys Film „Fantasia“ die Verfilmung des Orgelwerks Toccata und Fuge in D-Mol.

Beginn der Ölmalerei in Amerika

Doch Fischinger tat sich schwer in den USA, da er seine Filme nicht so unabhängig, wie noch in Berlin produzieren konnte. Aus Frustration begann er Ölgemälde zu malen.

Als er sich mit seiner Förderin, der Kuratorin Hilla Rebay, in einen Streit über den künstlerischen Wert seines Films „Motion Painting No. 1“, geriet, verlor er 1947 die finanzielle Unterstützung und konnte nie wieder einen anderen Film vollenden.

Am 31. Januar 1967 starb Oskar Fischinger mit 66 Jahren in Hollywood. Nach Deutschland war er nicht wieder zurück gekehrt.

(Quellen: oskarfischinger.org, Wikipedia, Filmportal)



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