Schwiegertochter gesucht 2017 Schwiegertochter gesucht 2017: Ingo veralbert Engelfreund Heiko

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Osnabrück. Schwiegertochter gesucht 2017: Kandidat Ingo veralbert den Engelfreund Heiko – und stößt damit eine Debatte an. Darf ein Verspotteter mitspotten?

Schwiegertochter gesucht 2017: Dass die Kandidaten der Kuppel-Show von RTL in aller Öffentlichkeit der Lächerlichkeit preisgegeben werden, ist seit Langem bekannt. Nicht erst der „Vera-Fake“ von Satiriker Jan Böhmermann hat unter Beweis gestellt, wie sehr es dem Sender daran gelegen ist, bei der Auswahl der Kandidaten vor allem auf die Freak-Skala zu achten. Ohne das würde die Show auch gar nicht funktionieren. Das Erfolgsrezept der Sendung besteht im Wesentlichen darin, dass sich die Zuschauer darüber amüsieren können, wie unbeholfen die Handelnden agieren. Und sich dadurch besser fühlen können. (Weiterlesen: Irene Fischer ist tot: So reagiert Beate auf den Tod der Mutter)

Abgrenzung durch Ausgrenzung

Neu für die Kandidaten ist allerdings, dass sie sich mittlerweile auch untereinander verspotten. Abgrenzung durch Ausgrenzung – dieses Motto scheint nicht nur für die Zuschauer zu gelten. Das beweist Ingo, eines der Schwergewichte (nicht nur gewichtstechnisch) der Sendung. Seit Jahren wird er mit seinen Eltern von RTL durch die Weltgeschichte geschleift – damit er angeblich seine Traumfrau finden kann. Doch ähnlich wie Beate ist er zu den heimlichen Helden des Formats gereift – eben wegen seiner Makel. Da verzeiht es ihm der Sender auch schon mal, dass der Kandidat öffentlich gegen RTL schießt, wenn eine Sendung mal wegen eines Formel-1-Rennens ausfallen muss.

Kritik in schlechtem Deutsch

Dieser Ingo macht sich jetzt über einen anderen Kandidaten lustig. Wieder öffentlich, wieder in schlechtem Deutsch. Auf Facebook postete er am Mittwoch ein Bild von seiner Reise zu einem alten „Schwiegertochter“-Kollegen aus der Schweiz. Gemeinsam mit Benjamin, dem bodenständigen Briefträger aus der 2014er Staffel, streichelt er einen moosigen Stein und grinst. „Wir spüren die Energie vom Blauen See an dem Stein haha wie andere Kandidat. Ne so blöd wie Heiko und seine Mama sind wir ja nicht ne“, schreibt Ingo dazu. Ein klarer Seitenhieb auf Heiko, den engagierten Engelflüsterer, zu dessen Hobbys solche gleichsam esoterischen wie bizarren Sachen wie eine Engel-Sammlung, Geistheilung, Reiki-Behandlungen und energetische Raumreinigung zählen. Sogar die flirrende Aura, die RTL in die Bilder von Heiko montiert, ahmt Ingo per Photoshop nach.

Darf ein Verspotteter mitspotten?

War es eine gezielte Provokation des Rheinländers oder bloß eine unbedachte Äußerung? Unklar. Klar ist jedoch, dass Ingo mit dem Post eine Diskussion anstößt. Dürfen Kandidaten eines Formats, das sie zum Gespött macht, nicht selbst mitspotten dürfen? Sollte man den ersten Stein werfen, wenn man selbst im Glashaus sitzt? Die Antworten auf Facebook fallen gemischt aus. Einige empfinden es als witzig, andere wiederum als respektlos. Diejenigen, die den Diss als respektlos betrachten, müssen sich dabei aber den Vorwurf der Heuchelei gefallen lassen. Schließlich sind es auch die „Fans“ von Ingo & Co., die die Kandidaten nur deshalb „mögen“, weil sie so andersartig und bizarr sind. Deshalb werden sie Ingo auch seine Äußerung verzeihen.

Dieser hat wiederum bewiesen, dass er doch gar nicht so anders ist, wie alle denken. Auch er lästert gerne über die Makel anderer und stellt sich damit auf die Stufe der Zuschauer. Ein schlechtes Zeichen – doch fragt sich bloß, für wen? (Weiterlesen: Schwiegertochter gesucht: Beate Fischer – blond? In Dessous?)


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