Streit um Wasserpreis Til Schweiger schlägt im Kampf mit der Morgenpost zurück

Til Schweiger befindet sich im Clinch mit der Hamburger Morgenpost. Foto: Michael GründelTil Schweiger befindet sich im Clinch mit der Hamburger Morgenpost. Foto: Michael Gründel

jvf Hamburg. Til Schweiger befindet sich im Clinch mit der Hamburger Morgenpost. Die Zeitung schrieb im Januar, in Schweigers Restaurant Barefood Deli werde das teuerste Leitungswasser Hamburgs verkauft. Auf eine Gegendarstellung reagierte Schweiger ungehalten.

Til Schweiger (53) wandte sich am Mittwochabend mit einem Bild einer Katze an seine Facebook-Fans. Der Text dazu hatte mit der Katze aber wenig zu tun. „Was für ein schöner Tag“, schrieb er einleitend, um dann mit Worten wie „läppisch“, „kleingeistig“ und „armseligst“ über das „Schmierblatt“ Hamburger Morgenpost herzuziehen.

Was war vorgefallen? Die Geschichte begann im vergangenen November. Damals eröffnete Schweiger in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs sein erstes Restaurant. An der Eröffnungsfeier des Barefood Deli nahmen prominente Namen wie Musiker Udo Lindenberg, Boxer Wladimir Klitschko oder Ex-Fußballer Thomas Helmer teil. „Alles zu humanen Preisen und absolut im Rahmen“, sagte Schweiger damals zum Angebot. Bei einem Blick in die Getränkekarte ergibt sich aber ein anderes Bild: 4,20 Euro verlangt Schweiger für einen Liter Wasser – aus dem Hahn, versteht sich.

Die Hamburger Morgenpost machte den hohen Wasserpreis am 23. Januar 2017 zu ihrer Titelgeschichte: „Er verkauft Hamburgs teuerstes Leitungswasser“ stand in großen Buchstaben unter einem Bild Schweigers.

Kommentierte Gegendarstellung

Am Mittwoch nun musste die Morgenpost auf ihrer Titelseite eine gerichtlich angeordnete Gegendarstellung zu besagtem Artikel veröffentlichen, weil Schweiger juristisch gegen die Zeitung vorgegangen ist. Doch die Morgenpost druckte die Gegendarstellung nicht kommentarlos ab. Sie setzte zum nächsten Gegenschlag aus, indem sie schrieb:

„Lieber Til Schweiger, Sie haben recht. Sie verkaufen in Ihrem Restaurant nicht Hamburgs teuerstes Leitungswasser. Sie verlangen nur 4,20 Euro für einen Liter Wasser aus dem Hahn, der eigentlich 0,4 Cent kostet. Aber immerhin: Nach unserer Berichterstattung haben Sie Ihre Speisekarte um den Hinweis ergänzt: „Fein gefiltertes Hamburger Trinkwasser“. Das ist schon mal ein Fortschritt. Ihre MOPO.“

1,5 Millionen Fans

Schweigers Kommentar auf Facebook ist also nur der nächste Schlag in seinem Kampf gegen die Hamburger Morgenpost. Gegenüber Bild erklärte Schweiger kürzlich, warum er das Wasser in seinem Restaurant so teuer verkaufe: „Ich wollte meinen kleinen Beitrag zur Umwelt leisten. Ich fand die Idee, das Wasser durch eine Filteranlage zu jagen und Kohlensäure reinzumachen, super.“

Schweiger hat auf Facebook fast 1,5 Millionen Fans. Sein Beitrag erhielt über 500 Kommentare, darunter viel Zustimmung, aber auch Unverständnis für den hohen Wasserpreis.

Die Katze thematisierte Schweiger dann übrigens doch noch. Es handelt sich um den Kater seiner Tochter Lilli, der ein paar Tage zuvor entlaufen ist. „Viel wichtiger ist, dass Klein-Herbert wieder aufgetaucht ist“, schloss er seinen Post.


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