Erfindung von Skipping Rocks Lab Wasserkugel aus Algen soll Plastikflaschen ersetzen

Von Konstantin Stumpe

Die Wasserkugel „Ooho“ wird von einer Membran aus Algenextrakt umschlossen. Sie soll die Müllproduktion durch Plastikflaschen stoppen. Screenshot: Vimeo/Skipping Rocks LabDie Wasserkugel „Ooho“ wird von einer Membran aus Algenextrakt umschlossen. Sie soll die Müllproduktion durch Plastikflaschen stoppen. Screenshot: Vimeo/Skipping Rocks Lab

 London. Das Erfinderteam „Skipping Rocks Lab“ hat eine Wasserkugel mit dem Namen „Ooho“ entwickelt, die langfristig eine abfallfreie Alternative zu Plastikflaschen darstellen soll. Die äußere Schicht der Kugel besteht aus Algen und zerplatzt im Mund, sobald man darauf beißt.

Die Idee für die Wasserkugel stammt von Erfinder Rodrigo García González. Zusammen mit seinem Kollegen Pierre-Yves Paslier hat er das Londoner Start-Up-Unternehmen „Skipping Rocks Lab“ gegründet. „Seit zwei Jahren entwickeln wir die Material- und Innovationsfertigung, für die wir kürzlich eine Patentanmeldung eingereicht haben. Wir wollen das Problem der Kunststoffabfälle lösen und den Klimawandel aus der Verpackung reduzieren“, schreibt das Erfinderteam auf seiner Internetseite.

Idee aus der Molekularküche

„Ooho“, wie die Wasser kugel genannt wird, ist das erste Produkt des jungen Unternehmens. Der Trick dabei: Das Wasser in der Kugel wird von einer dünnen Membran aus Algenextrakt umschlossen. Gonzáles machte sich für seine Erfindung eine Idee aus der Molekularküche zunutze. Lebensmittel werden dabei durch biochemische Prozesse verändert.

Für die Wasserkugel veränderte „Skipping Rocks Lab“ ein Algenextrakt so, dass sie es zu einer stabilen Membran umformen konnten. Die Stabilität und Dehnbarkeit von „Ooho“ stellt das Erfinderteam in diesem Video vor:

Die Kugel enthält gerade so viel Wasser, wie ein normaler Schluck aus der Flasche. Wer will kann die dünne Haut aufreißen und das Wasser ausschlürfen oder die kleine Kugel im Mund mit einem Biss zum Platzen bringen. Das Algenextrakt kann mitgegessen werden.

Geld für Massenproduktion benötigt

Getestet wird die Ooho-Wasserkugel bislang auf Festivals, Events und Sportveranstaltungen. Mit einer Crowdfunding-Kampagne sammelt „Skipping Rocks Lab“ derzeit Geld für die Massenproduktion – und das mit Erfolg. Obwohl die Aktion noch 24 Tage läuft, ist schon mehr Geld zusammengekommen als benötigt. 628 Investoren haben zusammen 564.590 Pfund gezahlt. Das sind 41 Prozent mehr als die für die Massenproduktion erforderlichen 400.000 Pfund.