Sänger von Caught in the Act Lee Baxter im Interview: „Wir hatten die Schnauze voll von uns“

Nach dem Aus von Caught in the Act zog sich Lee Baxter lange Zeit aus der Öffentlichkeit zurück. Nun ist er wieder da – genauso wie die Band. Foto: Michael OttoNach dem Aus von Caught in the Act zog sich Lee Baxter lange Zeit aus der Öffentlichkeit zurück. Nun ist er wieder da – genauso wie die Band. Foto: Michael Otto

Osnabrück. Nach dem Comeback von Caught in the Act möchte Sänger Lee Baxter wieder durchstarten – auch als Solo-Künstler. Im Interview mit unserer Redaktion spricht er über schwierige Neuanfänge, das britische Essen, seine Homosexualität und das Comeback der 90er.

Herr Baxter, Sie sehen gut in Form aus.

Vielen Dank!

In den 90ern waren Caught in the Act auch für ihre spektakulären Tanzeinlagen bekannt. Mittlerweile sind Sie 46 Jahre alt – fällt es Ihnen genauso leicht wie damals, fit für die Auftritte zu werden?

Auf keinen Fall. Ich muss zugegeben, dass ich viel Gewicht verloren habe während der Shows in den vergangenen Monaten. Es ist also eine tolle Diät, wenn man zwei- bis dreimal pro Woche auftreten kann. Wenn keine Auftritte anliegen, versuche ich, häufiger ins Fitnessstudio zu gehen. Ich will in Form bleiben, aber ich bin nicht besessen davon. Ich liebe es, zu essen, und mit Freunden mal etwas trinken zu gehen. Ich bin niemand, der auf einer strikten Diät sein könnte. Das Leben ist einfach zu kurz dafür.

Sind Sie denn ein Liebhaber der britischen Küche?

Das britische Essen wird immer besser. Vor ein paar Jahren hatte es noch einen ziemlich schlechten Ruf. Aber mittlerweile ändert sich viel. Ich lebe in Brighton, einer kleinen Stadt am Ärmelkanal. Und selbst dort gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Essensangeboten. Bei dieser großen Konkurrenz muss sich jedes Restaurant Mühe geben, ihren Kunden etwas zu bieten. Deshalb gibt es nicht mehr nur das typische Fish & Chips, sondern auch viele gesunde Speisen. (Weiterlesen: „Caught in the Act“-Sänger Lee Baxter beglückt Osnabrücker Fans)

Ihr Band-Kollege Bastiaan Ragas macht in der deutschen Show „Let’s Dance“ mit. Ist er denn ein besserer Tänzer als Sie?

Er ist ein toller Künstler. Wenn er sich etwas in den Kopf setzt, zieht er es auch durch. Er hat in den vergangenen Jahren viel Kabarett gemacht, wo er viel tanzen, singen und performen musste. Er kann ein Lied verkaufen, wenn er singt. Und er kann ein Lied verkaufen, wenn er tanzt. Er weiß einfach, wie man auftreten muss. Aber in den 90ern waren Eloy und ich die besseren Tänzer, würde ich sagen.

Würden Sie auch gerne mal an einer solchen Show teilnehmen? Oder auch ins Dschungelcamp gehen, wie ihr ehemaliger Band-Kollege Benjamin Boyce?

Ich würde das nicht ausschließen. Man weiß immerhin nie, was passieren wird. Aber bisher hat es sich einfach nicht ergeben – aus mehreren Gründen. Aber „Let’s Dance“ kommt wohl nicht in Frage, weil mein Deutsch zu schlecht ist.

Nachdem sich Caught in the Act 1998 getrennt hatten, haben Sie jahrelang nicht mit den anderen Band-Mitgliedern gesprochen. Warum?

Es war nicht so, dass wir uns sehr gestritten hatten. Als sich Benjamin dazu entschloss, die Band zu verlassen, sorgte das für eine merkwürdige Stimmung bei dem Rest. Wir waren jahrelang einfach ständig zusammen: auf Tour, beim Reisen. Wenn man eine gewisse Berühmtheit erlangt hat, neigt man dazu, sich von der Außenwelt abzuschotten, um sich zu schützen. Wir waren dann einfach wie vier Brüder, die in engen Zimmern zusammen eingesperrt waren. Und das sieben Jahre lang. Das führte irgendwann dazu, dass wir uns gegenseitig irritierten. Ich glaube, am Ende hatten wir einfach die Schnauze voll von uns. Wir brauchten dann Zeit für uns. Dass es am Ende aber so lange gedauert hat, war nicht geplant. Mir war es auch ein wenig peinlich, den ersten Schritt zu machen.

Wussten Sie überhaupt nicht, was die anderen in der Zeit machten? Immerhin haben Sie sich eben sogar als Brüder bezeichnet.

Das ging eher über die Fans. Sie haben niemals damit aufgehört, uns zu folgen. Die Fans wollten immer wissen, was ich mache, und haben mich deshalb bei Facebook angeschrieben. Deshalb habe ich dann eine Fan-Page eingerichtet. Die Fans haben mich dann informiert, was meine ehemaligen Bandkollegen so treiben – ob ich das nun wollte oder nicht.

Und dann kam Ihr Song „For what it’s worth“ heraus, in dem Sie ankündigten, dass Sie einfach vergeben und vergessen wollen…

Ja, diese Zeilen wurden von der Presse aufgegriffen. Journalisten gingen dann auf Eloy, Bastiaan und Benjamin zu und sagten ihnen, dass ich einen Neuanfang wolle. Und dadurch kam es dann ins Rollen.

Was meinten Sie mit vergeben und vergessen?

Ich wollte den ganzen negativen Kram hinter mir lassen, der mich in den 90ern belastet hatte. Den ganzen Druck, dem wir ausgesetzt waren. Wir haben eine Geschichte zusammen, die niemand anders geteilt hat. Ich empfand es dann als Schande, dass wir uns nicht mehr gegenseitig angucken oder über die vergangenen Zeiten sprechen konnten.

Wie war es, als Sie sich nach den ganzen Jahren wieder getroffen haben? Ist es noch dieselbe Verbindung wie in den 90ern oder haben sich die anderen stark verändert?

Es ist schon eine gewohnte Beziehung, aber wir sind natürlich alle älter und weiser geworden. Wir hatten die Chance, das Vergangene zu reflektieren. Dadurch können wir uns jetzt mit mehr Respekt begegnen. Wir haben erkannt und können uns zugestehen, dass wir damals einfach häufig müde und gestresst waren. Jeder andere Mensch wäre das in einer vergleichbaren Situation auch gewesen. Man müsste schon ein Heiliger sein, dass man sich manchmal nicht gegenseitig auf die Nerven geht, wenn man ständig zusammen rumhängt.

Besteht die Gefahr nicht jetzt auch?

Nein, jetzt ist es nicht dieselbe Situation. Wir sind nicht dauernd zusammen. Und das ist viel gesünder – für jeden von uns.

Sie haben die Schattenseiten eines Lebens als Pop-Star angesprochen. Warum tun Sie sich diesen Stress und Druck wieder an?

Niemand von uns will diesem Druck wieder ausgesetzt sein. Wir sind aber sehr dankbar für unseren Erfolg und das Interesse, das die Fans uns nach wie vor entgegenbringen. Es ist wie eine zweite Chance für uns. Nur, dass wir jetzt klarer und weiser im Kopf sind. Außerdem haben wir jetzt keinen Manager mehr, der uns befiehlt, was wir zu tun haben. Jetzt diskutieren wir unter uns, was wir machen wollen.

War es so schlimm unter Ihrem früheren Manager Cees van Leeuwen?

Ja, er war sehr streng. Er gab die Regeln vor und wir mussten sie befolgen. Je länger wir in der Band waren, desto schwieriger empfanden wir das. Deshalb hat Benjamin die Band auch verlassen.

Hatten Sie damals auch daran gedacht, der Band den Rücken zu kehren?

Nein, habe ich nicht. Ich war einfach sehr dankbar über unseren Erfolg. Vor meiner Zeit bei Caught in the Act hatte ich eine Schauspiel-Schule besucht. Viele Freunde, die auch dort waren, mussten anschließend hart kämpfen, um über die Runden zu kommen. Deshalb war ich sehr zufrieden, dass ich mich nicht in dieser Position befand.

Sie haben erzählt, dass ihre Band-Kollegen viel weiser sind als noch vor 20 Jahren. Wie sehr haben Sie sich verändert?

Nachdem sich die Band aufgelöst hatte, ging ich durch eine Phase, in der eine Menge schief ging. Ich habe meine Wohnung verloren, war völlig pleite und bin dann von den Niederlanden wieder nach England gezogen - mit nur zwei Koffern. Ich musste von ganz unten anfangen. Ich habe mich Collin genannt und wollte nichts mehr mit meiner Vergangenheit zu tun haben. Im Nachhinein hat sich diese schwierige Zeit aber als Glücksfall herausgestellt.

Was meinen Sie mit Glücksfall?

Als ich in der Band war, wurden wir alle wie Prinzen behandelt. Wenn wir etwas wollten, haben wir es auch bekommen. Dadurch wurden wir regelrecht verdorben. Muss man dafür kämpfen, seine Rechnungen bezahlen oder sich etwas zu Essen leisten zu können, dann ist das zwar eine harte Schule, die gleichzeitig aber sehr gut für die Charakterbildung ist. Ich möchte diese Phase nicht wieder durchmachen müssen, aber sie hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich jetzt bin.

Sie haben sich relativ spät geoutet. Erst im vergangenen Jahr haben Sie sich öffentlich zu Ihrer Homosexualität bekannt. Warum hat es so lange gedauert?

Naja, als wir noch gemeinsam in der Band waren, mussten wir Singles bleiben. Zu Beginn wusste ich überhaupt nicht, dass ich schwul bin. Zunächst hatte ich sogar eine Freundin, die ich geheim halten musste. Als sich die Band auflöste, wollte ich danach unbedingt einen Plattenvertrag erhalten. Das habe ich auch nicht für den richtigen Zeitpunkt erachtet. „Sag bloß nicht, dass du schwul bist“, habe ich mir immer gesagt.

Wann haben Sie denn überhaupt gemerkt, dass Sie homosexuell sind?

Mit 25 Jahren. Das war mitten in der Zeit bei Caught in the Act. Da habe ich mir dann eingestanden, dass ich schwul bin. Mit 27 Jahren habe ich es dann meinen Eltern erzählt. Nach dem Aus der Band wollte ich es erst einmal geheim halten. Aber als ich dann nach England zog und dort anfing, wieder zu schauspielern, hat sich niemand für mich und meine Sexualität interessiert. Ich war ja auch nicht mehr in der Presse präsent. Also konnte ich dann auch ganz offen dazu stehen und mein Leben als schwuler Mann genießen. Auch Fans haben mich damals nicht mehr nach meiner sexuellen Orientierung gefragt, als ich wieder an meiner Solo-Karriere arbeitete. Sie wollten mich ja nicht mehr als ihren Ehemann haben, wie noch in den 90ern.

Haben Sie vor Ihrem Outing mit Ihren Band-Kollegen über Ihre Homosexualität gesprochen?

Ja, ich habe Eloy, Bastiaan und Benjamin gesagt, dass ich nicht mehr lügen werde, wenn ich auf meine Orientierung angesprochen werde. Ich wollte keine große Ankündigung in den Medien oder daraus eine Sensations-Story machen. Nach der Reunion sprach mich zunächst niemand darauf an, bis wir Gäste bei dieser Live-Show im ZDF waren. Als mich der Moderator dann zu meinem Beziehungsstatus fragte, habe ich es einfach gesagt.

Wie fielen die Reaktionen auf Ihr Coming-Out aus?

Ausschließlich positiv. Die Fans haben mich sehr unterstützt und haben sich gefreut, dass ich verliebt bin und einen Freund habe.

Wenn Sie den Vergleich mit der Situation in den 90ern ziehen: Ist die Gesellschaft toleranter gegenüber Homosexuellen geworden?

Das kommt darauf an. In einigen Ländern werden Schwule immer noch verfolgt und gequält. Wie Homosexuelle beispielsweise in Russland oder manchen muslimischen Staaten behandelt werden, ist eine Schande. Aber auch in England kommen noch zahlreiche homophobe Taten vor. Aber die Botschaft, die durch die Medien verbreitet wird, ist ziemlich deutlich: Alle Menschen sind gleich. Und für die meisten jungen Menschen ist es eh egal, welche Orientierung man hat.

Und wie sieht es in der Musikbranche aus? Ist ein Nachteil, sich als Sänger zu outen?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Es gibt sicherlich noch Manager oder Musiker, die sehr homophob sind. Aber speziell bei Jüngeren ist das kein Thema mehr. Generell ist es mittlerweile einfach deutlich schwieriger, solch ein Geheimnis für sich zu behalten. Jeder hat ein Handy bei sich und kann binnen Sekunden ein Foto von dir schießen.

Inwiefern hat sich der Umgang der Fans gegenüber Ihnen und Ihren Band-Kollegen im Vergleich zu früher verändert?

Es gibt zwar noch Fans, die uns wie früher hinterher reisen, aber die haben meistens eine Familie und einen normalen Job. Das sind keine 14-jährigen Mädels mehr, die unsterblich in dich verliebt sind. Und noch etwas anderes hat sich verändert: Über die sozialen Netzwerke können Fans einfach unzählige Nachrichten an uns schicken. Früher haben wir Briefe erhalten, die wir nach Möglichkeit immer beantworten wollten – auch wenn es damals schon tausende waren. Das ist heutzutage aber gar nicht mehr möglich.

Wollen Sie mit Ihrem Partner Kinder haben?

Nein. Als ich noch jünger war, durchlebte ich mal eine Phase, in der ich mir das vorstellen konnte. Mein Bruder und meine Schwester haben jeweils vier Kinder. Ich passe sehr gerne auf sie auf, bin dann aber auch froh, wenn ich sie dann wieder abgeben kann. Bei meinen Geschwistern sehe ich, wie schwierig es ist, Kinder aufzuziehen.

Schwieriger, als Mitglied in einer Boyband zu sein?

Ja, definitiv, weil man keinen Tag frei bekommt. Du kannst nicht einfach mal verkatert oder krank sein. Man muss immer für sein Kind dasein. Aber verstehen Sie mich nicht falsch: Die Kinder meiner Geschwister sind wunderbar und ich liebe sie über alles.

Vor Ihrer Zeit als Sänger haben Sie als Schauspieler gearbeitet. Wie sehr hat Ihnen diese Erfahrung geholfen, zum Beispiel bei dem Kontakt mit Fans oder der Presse?

Früher war ich sehr schüchtern und unsicher. Als ich dann andere Leute spielte, hat mir das sehr viel Selbstvertrauen gegeben. Dennoch hatte ich weiterhin sehr große Probleme damit, wenn ich in der Öffentlichkeit sprechen sollte – auch noch bei Caught in the Act. Ich war damit zufrieden, wenn ich auf der Bühne singen und tanzen konnte. Aber reden eher nicht.

Dafür machen Sie aber einen ganz offenen Eindruck im Gespräch…

Auch das hat sich geändert. Mittlerweile bin ich älter und selbstbewusster. Auch auf der Bühne habe damit keine Probleme mehr.

Muss man als erfolgreicher Künstler auch ein guter Schauspieler sein?

Eigentlich nicht. Es gibt sicherlich Musiker, die eine Rolle spielen. Auf der anderen Seite gibt es auch zahlreiche Künstler, die sehr schüchtern sind. Die sind dann glücklich, wenn sie eine Gitarre dabei haben und einfach nur singen können. An mir selbst habe ich entdeckt, dass es das Beste ist, wenn man sich einfach so gibt, wie man ist.

Andere Bands aus den 90ern wie Take That und die Backstreet Boys haben ebenfalls ihr Comeback gefeiert. Zudem sind die beliebtesten Partys in Discos oftmals die 90er-Partys. Wie erklären Sie sich das Aufleben dieser Zeit? Woher stammt die Faszination?

Gute Frage. Bei mir waren es die 80er, die mich sehr geprägt haben. Damals war ich ein Teenager – was eine sehr wichtige Zeit in der eigenen Entwicklung ist. Musik hat einen sehr großen Einfluss auf die eigene Identität. Selbst wenn man älter wird, bleibt einem die Musik weiter im Herzen, die man damals geliebt hat. Dasselbe gilt dann auch für die 90er. Wie war es denn bei Ihnen? Waren Sie damals schon alt genug, um die Musik der 90er wertzuschätzen?

Ich müsste damals ungefähr acht oder neun Jahre alt gewesen sein, als ich mit der Musik in Berührung gekommen bin. Ich muss aber gestehen, dass ich damals eher ein Fan der Backstreet Boys war. Und das war sicherlich auch sehr prägend.

Sehen Sie: Sie sind zwar mittlerweile schon älter, aber es gibt noch einen Teil in Ihnen, für den die Musik aus der Zeit noch bedeutsam ist. Solch eine Faszination wird es sicherlich auch bald für die 2000er geben, wenn die Menschen, die in dieser Zeit aufgewachsen sind, älter geworden sind.

Was sind Ihre Ziele mit Caught in the Act?

Am Ende des Jahres werden wir auf Tour gehen. Wir haben ja schon ein Best-of-Album herausgebracht, auf dem auch zwei neue Lieder zu hören sind. Der Chef unserer Plattenfirma möchte aber, dass wir ein weiteres Album herausbringen. Das wäre dann eine Platte mit komplett neuen Songs von uns.

Und wollen Sie das auch?

Mit unseren zwei neuen Songs haben wir schon mal bewiesen, dass wir dazu bereit sind, etwas Frisches und Neues anzubieten. Alles Weitere wird man dann sehen. Aber parallel dazu möchte ich auch als Solo-Künstler weiter durchstarten.

Wollen Sie auch noch mit 70 Jahren auf der Bühne stehen wie die Rolling Stones?

Ich würde es lieben, wenn ich dann noch eine Karriere als Sänger hätte. Da die meisten meiner Fans jünger als ich sind, wären sie dann ja vielleicht immer noch an meiner Seite. Dann könnten wir zusammen eine Rentnerparty feiern (lacht).


Lee Collin Baxter wird am 16. Juli 1970 in Liverpool geboren. Vor seiner Zeit als Sänger ist er als Schauspieler aktiv. An der Schauspiel-Schule „Guilford School of Acting“ wird Baxter 1991 als Schauspieler und Choreograf des Jahres ausgezeichnet. Wenige Monate nach Abschluss seiner Ausbildung nimmt er in den Niederlanden an einem Casting für eine Boyband teil – und überzeugt dabei. Gemeinsam mit Benjamin Boyce, Eloy de Jong und Bastiaan Ragas bildet er bis 1998 die Popband Caught in the Act. In diesen Jahren verkaufen sie rund 15 Millionen Singles und Alben, sie gewinnen 15 Goldene und 2 Platin-Schallplatten. 1998 entschließt sich Benjamin Boyce dazu, die Band zu verlassen, um eine Solo-Karriere zu starten – das Aus der Gruppe ist damit besiegelt. Nach einigen Jahren in Amsterdam zieht Baxter 2004 wieder nach England. Dort widmet er sich zunächst wieder der Schauspielerei. Mit kleineren Rollen und einem Job in einem Gay-Pub hält er sich über Wasser. Mit dem Produzenten Paul Glaser startet er auch wieder als Musiker durch. 2015 treffen sich die ehemaligen Bandmitglieder von Caught in the Act das erste Mal nach der Trennung wieder. Schnell kommt die Idee eines Comebacks auf: An Silvester treten sie am Brandenburger Tor in Berlin das erste Mal wieder gemeinsam auf – allerdings ohne Boyce, der sich gegen eine Reunion entscheidet. Im November 2016 erscheint das Album „Back for Love“, und die Band geht wieder auf Tour. Baxter gibt wenige Monate zuvor bekannt, dass er schwul ist und einen Mann liebt. In Hamburg soll Ende August 2017 das erste Solo-Konzert von Baxter stattfinden.

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