„Ich werde für euch kämpfen“ Angst vor Trump? US-Lehrer schreibt bewegenden Brief an Schüler

Von Christian Lang

Diesen Brief verfasste der Lehrer, um seinen Schülern die Angst vor Donald Trump zu nehmen. Screenshot: NOZ/Twitter.com/MlsifDiesen Brief verfasste der Lehrer, um seinen Schülern die Angst vor Donald Trump zu nehmen. Screenshot: NOZ/Twitter.com/Mlsif

Osnarück. Ein Lehrer aus New York hat mit einem ergreifenden Brief an seine Schüler auf den Wahlsieg Donald Trumps reagiert. Darin erklärt er, dass er seine Schüler liebt – ganz gleich, ob sie ausländisch, homosexuell oder arm seien.

Im Wahlkampf hatte der künftige US-Präsident Donald Trump gegen Minderheiten gehetzt. Dabei erklärte der Milliardär auch, er werde eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen.

Viele Amerikaner sind angesichts der rassistischen und sexistischen Äußerungen Trumps in Sorge – erst recht, nachdem sich dieser in der vergangenen Woche überraschend gegen die Demokratin Hillary Clinton durchgesetzt hat. Ein Lehrer in New York hat nun mit einem bewegenden Brief versucht, die Ängste seiner Schüler zu nehmen, indem er sich mit ihnen solidarisch erklärt.

Anspielung auf Mauer-Ankündigung

Ein Freund des Lehrers veröffentlichte den Brief auf Twitter, den dieser an die Tür des Lehrerzimmers angebracht hatte. „Ich liebe meine muslimischen Schüler. Ich liebe meine schwarzen Schüler. Ich liebe meine hispanischen Schüler. Ich liebe meine schwulen Schüler. Ich liebe meine behinderten Schüler. Ich liebe meine armen Schüler. Ich liebe all meine Schüler, und ich werde für euch kämpfen – egal, was passiert“, steht in dem Brief geschrieben.

Die Mitteilung endet mit einer Anspielung auf Trumps Ankündigung, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen: „Und wenn er oder irgendjemand anders diese Mauer oder irgendeine andere Mauer mitten in unserer Gesellschaft errichtet, dann werde ich meinen Schülern beibringen, wie man sie wieder einreißt.“

Brief einer US-Lehrerin

Vor einigen Tagen hatte eine Lehrerin in den USA einen ähnlichen Brief an ihre Schüler verfasst. Eine Schülerin hatte den Brief auf Twitter geteilt. Darin stand unter anderem geschrieben: „In diesem Klassenzimmer gibt es keine Mauern. Liebe schwarze Schüler in diesem Klassenraum, euer Leben zählt. Ihr seid geliebt. Liebe muslimische Schüler oder Schüler aus dem Mittleren Osten, wir wissen, dass ihr keine Terroristen seid. Ihr seid geliebt. Liebe mexikanische Schüler, ihr seid keine Vergewaltiger oder Drogendealer. Ihr seid geliebt.“


0 Kommentare