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Konvoi zum Bundeswehr-Sprengplatz Hochexplosiver Stoff? Parkplatz in Haselünne abgesperrt


Haselünne/Osnabrück. Eine Glasflasche mit möglicherweise hochexplosivem Inhalt hat in Haselünne am Freitaqnachmittag einen Polizei- und Feuerwehreinsatz ausgelöst. Ein Konvoi brachte das Fläschchen schließlich zum Bundeswehr-Sprengplatz.

Eine Frau hatte nach Polizeiangaben gegen 14.40 Uhr an einem Schadstoffmobil des Landkreises auf dem Pleseparkplatz in der emsländischen Stadt eine Tüte mit Schadstoffen abgegeben. Ein Mitarbeiter des Landkreises entdeckte bei der Annahme, dass es sich laut Aufschrift auf einer Flasche um einen hochexplosiven Stoff handeln könnte. Er informierte die Polizei, der Parkplatz weiträumig abgesperrt und durch Polzei und Freiwillige Feuerwehr gesichert.

Kristallisierte Flüssigkeit

Nach Informationen unserer Redaktion handelte es sich bei dem Stoff in der verschlossenen braunen Flasche um eine kristallisierte Flüssigkeit. Anrufe eines Teams um den Gefahrgutbeauftragten des Landkreises Emsland bei Chemieherstellern im In- und Ausland ergaben, dass die Substanz in flüssigem Zustand leicht entzündlich, in kristallisierter Form aber hochexplosiv sein und schon beim Kontakt mit Luft hochgehen könnte.

Im Konvoi auf Bundeswehr-Sprengplatz transportiert

Für die Beteiligten war klar: Kein Risiko eingehen. In einem mit Sand abgesicherten Gefahrgutbehälter auf einem Anhänger transportierten Sprengstoffexperten die Flasche ab, begleitet von Feuerwehr und Polizeifahrzeugen unter Blaulicht.

Ziel des Konvois war die Wehrtechnische Dienststelle für Waffen und Munition 91 (WTD 91) in Meppen. Dort nahm ein Sprengmeister die Flasche in Empfang, Behälter und Inhalt sollen in der kommenden Woche untersucht und vermutlich gesprengt werden.


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