Bestseller-Autor wird operiert Schwer krank: Facebook-Star Kapitän Schwandt zieht sich zurück

Der als Autor, Blogger gegen Rechts und Facebook-Star bundesweit bekanntgewordene Ex-Kapitän Jürgen Schwandt zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Öffentlichkeit zurück. Foto: Christian Charisius/dpaDer als Autor, Blogger gegen Rechts und Facebook-Star bundesweit bekanntgewordene Ex-Kapitän Jürgen Schwandt zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Öffentlichkeit zurück. Foto: Christian Charisius/dpa

Hamburg. Der als Autor, Blogger gegen Rechts und Facebook-Star bundesweit bekanntgewordene Ex-Kapitän Jürgen Schwandt zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Öffentlichkeit zurück.

Das kündigte der 80-Jährige in einem eigenen Beitrag in der „Hamburger Morgenpost“ (Samstagausgabe) und auf seiner Facebookseite an. Er sei krank und fühle sich müde, schrieb Schwandt in seiner Kolumne. „Ein alter Kapitän weiß, wann es für ihn an der Zeit ist, von der Brücke zu gehen.“

Schwandts Verlag hatte erst Ende September mitgeteilt, dass es dem 80-Jährigen nicht gut gehe. Der Kapitän selber schrieb auf seiner Facebookseite, dass er sich einer Operation unterziehen müsse.

Seebär und Kolumnist

Jürgen Schwandt ist Seebär, Reisender, Buchautor („Sturmwarnung“) und Kolumnist. Als Kapitän hat er sein Leben lang die Weltmeere befahren. Es gibt wohl kaum einen anderen 80-Jährigen, der mehr Follower auf Facebook hat, als ihn: Mehr als 140 000 Menschen folgen ihm. Er äußerte sich zu ziemlich allem und jedem auf der Welt, von Labskaus über Donald Trump bis hin zu Pegida und der AfD.

Er appellierte für mehr Menschlichkeit und Unterstützung für Flüchtlinge. „Wir brauchen mehr Toleranz, anders geht’s nicht“, sagte er in einem früheren Interview.​ Ihn ärgerte, dass viele Menschen voller Vorurteile seien, obwohl sie noch nie mit Flüchtlingen in Kontakt getreten sind.

Engagement für Flüchtlinge

Seine Fans kontaktierten Schwandt nicht nur wegen seines Engagements für Flüchtlinge, sondern auch wenn es um Eheprobleme oder andere Lebensfragen geht. „Eine Art Briefkastenonkel bin ich mittlerweile“, sagte Schwandt. Er selbst ist seit 45 Jahren verheiratet. Kinder hat er nicht. Dafür habe es nie Zeit gegeben.

Liebstes Reiseziel: die Karibik

Seinen Weisheits-Status hat der Seebär der eigenen Geschichte zu verdanken, das liest sich aus „Sturmwarnung“ heraus. Mit 16 Jahren heuerte Jürgen Schwandt das erste Mal auf einem Schiff an. Er wollte fort aus dem zerbombten Hamburg, weg vom eigenen Vater, der überzeugter Nationalsozialist war.

Nach seinem liebsten Reiseziel befragt, antwortete Schwandt, das sei die Karibik, vor allem Havanna gewesen. Mittlerweile sei er zu alt für lange Reisen. Seine bisher letzte Schifffahrt führte ihn nach England und Schottland. Währenddessen musste er aufgrund schwerer gesundheitlicher Probleme von Bord gehen. Seine Fans drücken ihm die Daumen, dass er schnell wieder gesund wird und bedankten sich zahlreich für sein Engagement und seine stets offenen Worte.


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