Letzte Umzüge stehen an Leben am Loch - Umsiedler im Rheinischen Revier

Von dpa


Erkelenz. Im Rheinischen Braunkohlerevier geht eine Ära zu Ende: Die letzten Umsiedlungen stehen an. Doch für die Betroffenen, die dem Tagebau weichen müssen, ist es nicht vorbei: Nicht davor, nicht danach - selbst wenn sie doch bleiben dürfen.

Wilfried Lörkens hatte ein Wasserschlösschen in Borschemich - einen stattlichen Backsteinbau mit Turm, großem Tor, Garten und Obstwiese drumherum. Als es an der Zeit war, sagte ihm die Oma: „Jung, für uns war es auch nicht immer einfach. Du

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Umsiedlungen im Rheinischen Revier

Seit 1953 müssen Menschen im Rheinischen Braunkohlerevier ihre Heimat für den Kohleabbau zu verlassen. Das Gebiet liegt in Nordrhein-Westfalen zwischen Köln, Aachen und Mönchengladbach und ist nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz etwa so groß wie das Saarland. Von den aktiven Tagebauen Inden, Hambach und Garzweiler ist Garzweiler II der politische umstrittenste. Die letzten Umsiedlungen im Revier beginnen Ende des Jahres in den Erkelenzer Ortschaften Keyenberg, Kuckum, Unter- und Oberwestrich und Berverath. Nach Abschluss in etwa zehn Jahren werden 42 000 Menschen ihre Heimat verlassen haben: 142 Ortschaften und Einzelanwesen in 20 Kommunen werden dann abgebaggert sein.

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