Kurioser Fall aus den USA Schüler schwängert Lehrerin und wird zum Millionär

Englischlehrerin Laura Whitehurst bekam ein Kind von einem Schüler. Dafür musste sie ein halbes Jahr ins Gefängnis. Screenshot: NOZ/Youtube.com/Bob GoodwinEnglischlehrerin Laura Whitehurst bekam ein Kind von einem Schüler. Dafür musste sie ein halbes Jahr ins Gefängnis. Screenshot: NOZ/Youtube.com/Bob Goodwin

Osnabrück. Ein Schüler in den USA hat seine Lehrerin geschwängert. Nun kassiert er sechs Millionen Dollar vom zuständigen Schulbezirk. Dieses habe von der Beziehung gewusst und den Jungen nicht geschützt, so der Vorwurf.

Am vergangenen Freitag einigte sich Redlands Unified School District mit dem Anwalt des ehemaligen Schülers einer kalifornischen High School darauf, mit einer Zahlung in Höhe von sechs Millionen Euro einen monatelangen Rechtsstreit zu beenden. Das berichten verschiedene US-Medien.

Gemeinsames Kind kommt zur Welt

Doch was war passiert? Ein Jahr lang dauerte die Beziehung des Schülers mit der Englischlehrerin Laura Whitehurst. Während dieser Zeit wurde die Lehrerin von dem Minderjährigen geschwängert, im Juni 2013 kam das gemeinsame Baby zur Welt. Die Mutter des 17-Jährigen erfuhr von der Verbindung und alarmierte den zuständigen Schulbezirk, schreibt die US-Nachrichtenseite redlandsdailyfacts.com. Das Schulamt habe zu dieser Zeit aber schon Kenntnis von der Beziehung besessen, ohne die Polizei zu informieren, so der Vorwurf der Familie.

Lehrerin kommt ins Gefängnis

Nach Bekanntwerden des Falls wurde die Lehrerin verhaftet. Sie gab vor Gericht zu, mit drei minderjährigen Schülern sexuelle Handlungen vollzogen zu haben. Sie wurde zu einem Jahr Gefängnis und fünf Jahren auf Bewährung verurteilt. Wegen guter Führung kam sie aber bereits nach einem halben Jahr wieder aus der Haft frei. Unterrichten darf sie jedoch nicht mehr. Das Sorgerecht für das gemeinsame Baby teilt sie sich mit dem Vater.

Schulbezirk weist Schuld von sich

In der Zwischenzeit hatte dieser den Schulbezirk verklagt. Weder einige Lehrer, die von der Beziehung wussten, noch das Schulamt hätten den Fall weitergegeben, betont er. Um einen monatelangen Rechtsstreit zu vermeiden, hat sich die Behörde nun dazu bereit erklärt, dem ehemaligen Schüler sechs Millionen Dollar als Entschädigung zu bezahlen. Dies sei aber kein Schuldeingeständnis, vielmehr diene die Millionenzahlung dazu, einer Rufschädigung der Schule und des Bezirks vorzubeugen. „Wir haben nichts falsch gemacht in der Art, wie wir mit dem Fall umgegangen sind“; wird ein Sprecher des Schulbezirks von redlandsdailyfacts.com zitiert. Kurz vor der Geburt des Kindes habe die Behörde die Lehrerin und den Schüler unabhängig voneinander zu der angeblichen Beziehung befragt. Doch beide konnten die Gerüchte plausibel zerstreuen. Erst durch die Mutter des Schülers habe der Schulbezirk von dem Verhältnis erfahren. „Wir hoffen, diese tragische und unglückliche Episode als Schulbehörde hinter uns zu lassen“, sagt der Sprecher weiter.


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