Heroin für Seifenstücke gehalten Todesstrafe für 73-jährige Drogenschmugglerin in Vietnam

Der 73-Jährigen, die Heroin mit Seifenstücken verwechselt haben soll, droht in Vietnam die Todesstrafe. Symbolfoto: NordwestmediaDer 73-Jährigen, die Heroin mit Seifenstücken verwechselt haben soll, droht in Vietnam die Todesstrafe. Symbolfoto: Nordwestmedia

Osnabrück. Folgenschwere Verwechslung: Eine 73-Jährige soll nach eigenen Aussagen nicht gewusst haben, dass sie anstelle einiger Seifenstücke mehr als 1,5 Kilogramm Heroin transportierte. Für den Drogenschmuggel ist die Australierin Medienberichten zufolge nun in Vietnam zum Tode verurteilt worden.

Im Dezember 2013 wollte eine 73-jährige Australierin von Ho-Chi-Minh-Stadt nach Australien fliegen. Die Frau mit vietnamesischen Wurzeln habe mehr als 1,5 Kilogramm Heroin bei sich gehabt, so die Zeitung Tuoi Tre. Vor Gericht habe die Angeklagte erklärt, dass sie nichts von dem Rauschgift wusste: Eine Frau habe sie gebeten, einige Seifenstücke mit nach Australien zu nehmen. Bei den vermeintlichen Hygienemitteln handelte es sich allerdings um Heroinpakete.

Todesstrafe für Drogenschmuggel in Vietnam

Das Auswärtige Amt warnt bei den Reise- und Sicherheitshinweisen für Vietnam „eindringlich vor dem Erwerb, dem Besitz, der Verteilung sowie der Ein- und Ausfuhr von Rauschgiften aller Art“ wie es auf der offiziellen Webseite der Behörde heißt. Auch ein Transport von Drogen ohne Kenntnis des vermeintlichen Schmugglers – versteckt in Gegenständen oder getarnt in Verpackungen – könne „verhängnisvolle Folgen“ haben. Durch die vietnamesischen Drogengesetzte kann auf den Drogenschmuggel die Todesstrafe folgen: Ab dem Besitz von 600 Gramm Heroin droht die Höchststrafe.


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