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Anspielung auf Gina-Lisa Lohfink? Nach Werbe-Clip: Shitstorm gegen Wiesenhof und Atze Schröder

Von Nadine Grunewald

In dem Werbespot von Wiesenhof bewirbt Atze Schröder eine Wurst.  Foto: Screenshot TwitterIn dem Werbespot von Wiesenhof bewirbt Atze Schröder eine Wurst. Foto: Screenshot Twitter

Osnabrück. Im Internet wächst ein Shitstorm gegen den Fleischproduzenten Wiesenhof und Atze Schröder an. Grund ist ein neuer Werbesport, in dem User Anspielungen auf die mögliche Vergewaltigung von Gina-Lisa Lohfink erkannt haben wollen.

Mehr als anderthalb Minuten lang bewirbt der Comedian Atze Schröder im T-Shirt mit Deutschland-Fahne und die „größte Wurst des Sommers“ – mit derben Sprüchen, sexuellen Anspielungen und im Machostyle, wie er bekannt ist. Zweideutig spielt der Comedian auf das Thema Größe an. „Danach müssen Gina und Lisa erst mal in die Traumatherapie“, sagt Schröder. In dieser Aussage sehen zahlreiche Menschen eine Anspielung auf das Model Gina-Lisa Lohfink, die wegen einer möglichen Vergewaltigung vor Gericht steht. Sie soll im Jahr 2012 von zwei Männern vergewaltigt worden sein und hat diese angezeigt.

Im Internet wächst jetzt ein Shitstorm gegen Wiesenhof – vermutlich auch noch mal davon befeuert, dass der Fleischproduzent den Werbefilm am Samstagnachmittag zunächst kommentarlos aus dem Netz genommen hat. Medienberichten zufolge stand er bereits seit einigen Monaten im Netz.

Update: Inzwischen hat sich der Comedian Atze Schröder via Facebook für den Wiesenhof-Spot entschuldigt: "Der Werbespot ist vor einem Jahr gedreht worden und hätte niemals veröffentlicht werden dürfen." Er sei gegen jede Form sexueller Gewalt.

Auch die Geschäftsführung von Wiesenhof zog am Samstagabend nach. Vor dem Hintergrund der Berichterstattung um Gina-Lisa Lohfink hätte der Spot so definitiv nicht veröffentlicht werden dürfen, teilte der Marketing-Geschäftsführer von Wiesenhof, Ingo Stryck, mit. „Dafür möchten wir uns in aller Form entschuldigen und haben das Video sofort aus dem Netz genommen.“