Mädchen trainiert „Lockdown Drill“ Dreijährige schockiert Mutter mit Amoklauf-Übung

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Das dreijährige Mädchen zeigt ihrer Mutter den „Lockdown Drill“. Screenshot: NOZ/facebook.stacey.w.feeleyDas dreijährige Mädchen zeigt ihrer Mutter den „Lockdown Drill“. Screenshot: NOZ/facebook.stacey.w.feeley

Osnabrück. Ein auf Facebook veröffentlichtes Kinderfoto aus den USA geht derzeit um die Welt: Es zeigt ein dreijähriges Mädchen, das auf einer Toilette steht. Das macht das Kind nicht aus Albernheit, sondern aus einem ernsten Anlass.

Als die US-Amerikanerin Stacey Wehrman Feeley ihre Tochter auf einem Toilettensitz stehend sieht, glaubt sie zunächst nur, dass es sich dabei nur einen lustigen Spaß des Kindes handelt. Die Mutter macht ein Foto von der Aktion, das sie ihrem Ehemann schicken wollte.

Schutz vor Amoklauf

Als ihr ihre Tochter erklärt, warum sie auf dem Toilettensitz steht, ist sie schockiert. Sie trainiere eine Übung, die sie in der Vorschule gelernt habe, berichtet ihr die Dreijährige. Dabei handelt es sich um den sogenannten „Lockdown Drill“, eine Übung, mit der sich Kinder vor einem Amoklauf schützen sollen. Auf der Toilette stehend und mit zugesperrter Tür sollen die Kinder von einem Attentäter nicht gesehen werden. „Als sie mir erzählt, was sie da macht, bin ich zusammengebrochen“, sagte ihre Mutter gegenüber CNN.

Stacey Wehrman Feeley postete das Foto anschließend auf Facebook.„Politiker, schaut euch das an. Das ist euer Kind, eure Kinder, eure Enkelkinder, eure Ur-Großenkel und zukünftige Generationen“, schrieb sie unter den Post. „Sie leben und wachsen auf in dieser Welt , abhängig von euren Entscheidungen.“

Verschärfung des Waffenrechts blockiert

Erst vor wenigen Tagen wurden die USA von einem schrecklichen Attentat erschüttert. In einem Nachtclub erschoss ein 29-Jähriger insgesamt 49 Menschen. Eine Verschärfung des US-Waffenrechts wurde anschließend vom Senat blockiert. Doch genau eine solche Verschärfung fordert die Mutter.

Das Foto, das sie auf Facebook postete, wurde bislang mehr als 25000 Mal geteilt. Von den Nutzern des sozialen Netzwerks erhält sie weitgehend Unterstützung für ihr Anliegen. Viele Kommentatoren zeigen sich schockiert darüber, dass ein kleines Mädchen bereits mit so etwas Schrecklichem wie einem Amoklauf konfrontiert werden.


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