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Auf Weg von Paris nach Kairo Ministeriumskreise: Vermisstes Flugzeug abgestürzt


Kairo. Das vermisste ägyptische Passagierflugzeug ist Kreisen zufolge abgestürzt. Dies hätten erste Suchergebnisse ergeben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Luftfahrministeriums in Kairo. Die Absturzursache sei noch völlig unklar.

Die Absturzursache sei noch völlig unklar. Der Airbus A320 mit der Flugnummer MS804 sei am späten Mittwochabend in der französischen Hauptstadt gestartet. Nach jüngsten Angaben der Airline waren 56 Passagiere, 7 Crew-Mitglieder und 3 Sicherheitsleute an Bord, zuvor war von 59 Passagieren und 10 Besatzungsmitgliedern die Rede gewesen. Die Hintergründe des Verschwindens waren zunächst unklar. Nach Angaben der Fluggesellschaft Egypt Air waren keine Deutschen gelistet. Unter den 66 Insassen seien unter anderem 30 ägyptische und 15 französische Passagiere gewesen, wie Egypt Air am Donnerstag auf Twitter mitteilte.

Rettungseinsatz wird in Gang gesetzt

Der Kontakt zur Maschine riss laut Egypt Air um 2.45 Uhr am Morgen ab. Der Airbus habe sich auf einer Höhe von mehr als 11.000 Metern befunden und war gerade erst etwa 16 Kilometer in den ägyptischen Luftraum vorgedrungen. Egypt Air habe die betroffenen Behörden und Stellen alarmiert und einen Rettungseinsatz in Gang gesetzt, teilte das Unternehmen auf Twitter mit.

Angaben aus Kairoer Behördenkreisen zufolge entsandte die Armee Flugzeuge, um das Gebiet der mutmaßlichen Unfallstelle über dem Mittelmeer abzusuchen. Auf der Internetseite Flightradar24 ist die Flugroute bis zum Abbruch der Kommunikation nachgezeichnet. Diese endet abrupt über dem Mittelmeer zwischen Kreta, Zypern und dem ägyptischen Festland.

Nicht der erste Vorfall

Nach Angaben des zuständigen Ministeriums brach der ägyptische Luftfahrminister Scherif Fathi am Donnerstag einen Besuch in Saudi-Arabien ab und machte sich auf den Weg nach Kairo.

In den vergangenen Monaten gab es im Zusammenhang mit Ägypten mehrere aufsehenerregende Vorfällen im Flugverkehr. Erst Ende März entführte ein Mann mit der Attrappe eines Sprengstoffgürtels eine Egypt-Air-Maschine nach Zypern. Niemand wurde verletzt. Ende Oktober war ein russischer Ferienflieger über der Sinai-Halbinsel abgestürzt, nachdem an Bord eine Bombe explodiert war. Zu der Tat, bei der 224 Menschen getötet wurden, hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.


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