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Sparkasse in Meppen ausgeraubt Nach Geldautomaten-Sprengung: Razzia in den Niederlanden

Von Christian Schaudwet

Ausgeraubte Sparkassen-Filiale in Meppen. Die Polizei verfolgte eine Täterspur in die Niederlande. Foto: dpaAusgeraubte Sparkassen-Filiale in Meppen. Die Polizei verfolgte eine Täterspur in die Niederlande. Foto: dpa

Osnabrück/Meppen/Utrecht. Die niederländische Polizei hat nach der Sprengung eines Geldautomaten in Meppen und dem tödlichen Autounfall der Täter Häuser im Raum Utrecht durchsucht. Dort vermutet die Staatsanwaltschaft Osnabrück eine organisierte Bande.

Wie niederländische Medien berichten , gingen die Polizisten auf Bitten deutscher Ermittler vor. Seit Monaten registriert die Polizei in Nordrhein-Westfalen und im westlichen Niedersachsen Geldautomaten-Sprengungen. Die Behörden vermuten dahinter eine Bande von Tätern, die stark motorisierte Autos der Marke Audi fahren. Deshalb ist von der „Audi-Bande“ die Rede. Es soll sich um ein Netzwerk von bis zu 250 Tätern handeln.

„Die wohnen vor allem in den Vororten von Utrecht und Amsterdam und haben überwiegend nordafrikanischen Migrationshintergrund“, sagte Dietmar Kneib, Leiter der Ermittlungskommission „Heat“ beim Landeskriminalamt NRW, kürzlich.

Bei der Flucht nach der jüngsten Geldautomaten-Sprengung in Meppen waren drei Männer gegen einen Lkw und einen Baum gerast. Ein Mann starb, ein weiterer wurde lebensgefährlich verletzt, ein dritter gefasst.

Indes geht die Serie weiter: In der Nacht zu Donnerstag ist in Geeste-Dalum ein weiterer Geldautomat gesprengt worden.

Laut Zeugenaussagen fuhren sie mit einem dunklen Audi vor und sprengten den Automaten mit einem Gasgemisch und Taschenlampe. Lesen Sie auch: Automatensprengungen in der Region: Was wissen wir bisher?