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Arthur Nightingale in der Werbung Opa auf Reisen: Von der Edeka-Werbung zur Deutschen Bahn

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Osnabrück. Huch, was macht der Edeka-Opa in einem Speisewagen der Deutschen Bahn? Nach dem Erfolg des Edeka-Spots um den einsamen Rentner hat die Deutsche Bahn ein Bild des Fernseh-Opas Arthur Nightingale für eine eigene Werbung genutzt.

Mit einem traurigen Spot hat die Agentur Jung von Matt auch in diesem Jahr die Supermarktkette Edeka ins Gespräch gebracht. Nach der Kampagne „Supergeil“ spricht das Netz nun von dem Spot um einen alleinstehenden Opa, der an Weihnachten auf seine Familie wartet. Nur durch das Vortäuschen seines Todes gelingt es dem einsamen Mann, am Ende seine Familie an einen Tisch zu bekommen.

Spot spaltet das Netz

Das Werbekonzept der Agentur ging voll auf. Der Spot sorgte im Netz für Millionen Klicks. In Kommentaren stritten sich die Nutzer, ob der Clip makaber oder herzzerreißend sei, und berichteten von ihren Erfahrungen mit alleinstehenden, alten Verwandten.

Opa diniert im Speisewagen

Auf den Erfolg des Videos will nun auch die Deutsche Bahn aufspringen und kopiert ein Bild des Briten Arthur Nightingale in eine eigene Kampagne. Mit einem Bild, das den älteren Herrn bei einem Essen im Speisewagen zeigt, und den Worten „Lieber Opa, warte nicht bis sie zu Dir kommen“ wirbt das Unternehmen für eine Fahrt mit der Bahn. „Sehnsucht nach der Familie?“, postet DB bei Facebook und Twitter. „#heimkommen gibt‘s bei uns schon ab 19 Euro.“ Die Nutzung des Bildes aus dem Spot sei übrigens mit der Agentur abgesprochen, berichtet die Deutsche Bahn auf ihrer Facebook-Seite. So sei die Darstellung durch die entsprechenden Bereiche der DB geprüft worden. Diese hätte nichts zu beanstanden.

Kritische Reaktionen

Auf der Facebook-Seite der Bahn musste der Konzern jedoch auch kritische Stimmen zu seiner Idee einstecken. „Lieber Opa, wenn Du schon heute weißt, dass du am 17.06.2079 zu Deiner Familie fahren willst, bekommst du das Ticket vielleicht für 19 Euro....Falls du relativ spontan fahren möchtest, brauchst du ca. 5 Monatsrenten, viel Geduld und nen dickes Fell, was Freundlichkeit angeht....“, schreibt beispielsweise eine Nutzerin. „Echt 19 Euro? Vom Berliner Hauptbahnhof zum Berliner Ostbahnhof vielleicht? Armer Opa“, schreibt ein anderer Nutzer zum günstigen Angebot der Deutschen Bahn. Diese lässt sich von den Kommentaren der Nutzer jedoch nicht aus der Ruhe bringen und verweist im freundlichen Ton auf den Sparpreis-Finder.


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