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Friedensangebot im Internet McDonald‘s schlägt Burger Kings Angebot zum McWhopper aus


Osnabrück. Aus Konkurrenten sollten für einen Tag Partner werden: Burger King hat McDonald’s öffentlich ein Friedensangebot gemacht: Der Konzern plante den McWhopper. McDonald‘s schlug dieses Angebot aber aus.

Seit jeher buhlen die beiden Marktführer im Fastfood-Bereich um Kunden. Inmitten dieses Konkurrenzkampfes sendete Burger King nun ein Friedensangebot, das der Konzern in einem offenen Brief ankündigte. Der McWhopper sollte am Internationalen Tag des Friedens der Vereinten Nationen (UNO) verkauft werden – dem 21. September. Für einen Tag sollte die Feindschaft vergessen sein.

Partner für einen Tag

Die Produkte Whopper und Big Mac gehören zu den Aushängeschildern über den Verkaufstheken beider Unternehmen. Um die Zutaten beider Burger zusammenzubringen, sollten nach Wunsch von Burger King Mitarbeiter beider Firmen Hand in Hand arbeiten.

Das Angebot stieß bei McDonald‘s jedoch auf wenig Gegenliebe. Unternehmens-Chef Steve Easterbrook ließ auf der Facebook-Seite des Burger-Riesen verlauten, dass er die Idee zwar gut heiße. Doch er glaube, dass die beiden Konzerne mehr zu leisten im Stande seien, um etwas Gutes zu tun. Stattdessen schlägt Easterbrook vor, dass sich die Firmen gemeinsam für ein weltweites Projekt einsetzen könnten. Konkreter wurde er in der Sache nicht.

Dear Burger King, Inspiration for a good cause... great idea. We love the intention but think our two brands could...

Posted by McDonald's on Mittwoch, 26. August 2015

Easterbrook kritisierte zudem die Rhetorik des Konkurrenten: Zwischen den Unternehmen herrsche ein freundschaftlicher wirtschaftlicher Wettbewerb. Der von Burger King gezogene Vergleich zu einem Krieg, sei nicht angebracht gewesen. Denn ein Krieg bringe den Menschen Schmerz und Leid.

Abschließend teilte der McDonald‘s-Chef noch einen Seitenhieb gegen Burger King aus – im Hinblick auf die medienwirksame Ankündigung des Friedensangebots: „Beim nächsten Mal reicht auch ein einfacher Telefonanruf.“

McWhopper eh nicht in Deutschland

Allzu traurig müssen deutsche Burger-Fans nicht sein: Die frisch gebratenen Friedenssymbole sollten einzig an einem neutralen Verkaufsstand in der US-Stadt Atlanta angeboten werden. Die Stadt liegt auf halber Strecke zwischen der Burger King Zentrale in Miami und dem Hauptsitz von McDonald’s in Chicago.

Kundenschwund bei Burger-Riesen

Außer Frage steht, dass es sich bei dem Angebot von Burger King um einen geschickten Marketing-Schachzug handelte. Und etwas positive Öffentlichkeitsarbeit haben beide Burger-Riesen nötig.

Zwar ist McDonald’s hierzulande noch unangefochtener Marktführer. Doch der Branchenriese kämpft mit Kundenschwund – insbesondere auf dem US-Heimatmarkt. In den USA experimentiert die weltgrößte Schnellrestaurant-Kette inzwischen probeweise mit dem Trendgemüse Grünkohl. In Deutschland bietet McDonald’s an einigen wichtigen Standorten einen Tischservice an und setzt inzwischen auch auf fleischlose Burger mit der Trend-Zutat Quinoa.

Konkurrent Burger King ist neuerdings in mehreren deutschen Städten mit einem Bringdienst unterwegs. Doch das Unternehmen war im vergangenen Jahr nach Berichten über Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen in den Filialen eines Lizenznehmers unter Druck geraten. (mit dpa)


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