Dürre in Deutschland Erde so trocken wie seit 50 Jahren nicht

Von dpa

Niedriger Wasserstand und Trockenheit, kann vor dem Binger Mäuseturm am Rheinufer in Bingen (Rheinland-Pfalz) beobachtet werden. Durch die hohen Temperaturen der letzten Wochen und dem geringen Niederschlag ist der Wasserstand des Rheins niedrig. Foto: dpaNiedriger Wasserstand und Trockenheit, kann vor dem Binger Mäuseturm am Rheinufer in Bingen (Rheinland-Pfalz) beobachtet werden. Durch die hohen Temperaturen der letzten Wochen und dem geringen Niederschlag ist der Wasserstand des Rheins niedrig. Foto: dpa

Offenbach. Die große Hitze und ausbleibender Regen haben in manchen Teilen Deutschlands eine starke Dürre verursacht. „In Südhessen, Teilen von Nordbayern, Sachsen bis ins südliche Brandenburg ist der Boden so trocken wie seit 50 Jahren nicht“, twitterte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag.

Völlig ausgetrocknet seien die obersten 30 bis 60 Zentimeter in den betroffenen Regionen, sagte Udo Busch, Leiter der DWD-Agrarmeteorologie, der Deutschen Presse-Agentur. Dies schade allen Pflanzen, die kürzere Wurzeln haben.

„Es wird aber keine bleibenden Schäden geben“, sagte Busch. Die Wasservorräte im Boden würden immer im Winter aufgefüllt, und davon sei auch in diesem Jahr auszugehen. Schäden in der aktuellen Saison müssten sich im nächsten Jahr nicht wiederholen.

Um das Niederschlagsdefizit der vergangenen Monate auszugleichen, müsste es nach den Worten von Busch etliche Tage fünf bis zehn Liter pro Quadratmeter regnen. Gewittergüsse, bei denen oft in ganz kurzer Zeit mehr als zehn Liter Regen pro Quadratmeter fallen, seien nicht langfristig hilfreich. Dieses Wasser sei nach drei bis vier Tagen verdunstet.

Für den Raum Osnabrück hatte der Wetterdienst am Montagabend eine Warnung vor Starkregen herausgegeben.