Umsonst&draußen-Festival Stemweder Open Air mit Fischfilet und Schwedenhäppchen

Von Maik Nolte

Am kommenden Wochenende werden im Ilweder Wäldchen die Verstärker aufgedreht. Foto: ArchivAm kommenden Wochenende werden im Ilweder Wäldchen die Verstärker aufgedreht. Foto: Archiv

Osnabrück. Das Stemweder Open Air steht vor der Tür: Am 14. und 15. August gibt es im Ilweder Wäldchen bei Haldem ordentlich auf die Ohren - und das nun auch schon zum 39. Mal.

Ohne die US-Punkikone Jello Biafra, aber mit der heimischen Punkformation „Feine Sahne Fischfilet“ bittet der JFK Stemwede zum Tanz: Am kommenden Wochenende, 14. und 15. August 2015, findet das Stemweder Open Air statt. Über den Auftritt der Truppe aus Mecklenburg-Vorpommern freut sich Ulrich Nordhoff, beim veranstaltenden Verein für Jugend, Freizeit und Kultur (JFK) für die Bandbuchungen zuständig, besonders: „Bei den Größenordnungen, die Feine Sahne Fischfilet sonst erreicht, stünden wir normalerweise nicht auf deren Dienstplan.“ Dass die sechs Jungs, die sich mit klassischer Punkmusik mit Ska-Anleihen einen Namen gemacht haben, zugesagt haben, belege, dass das Stemweder Open Air ein gewisses Standing in der Festivallandschaft habe, sagt Nordhoff.

Abgesagt hingegen hatten kurzfristig – erst Mitte Juli – „Jello Biafra and the Guantanamo School of Medicine“. Die Kalifornier um den Ex-Dead-Kennedys-Sänger Biafra waren als Headliner für den Freitag eingeplant, und eigentlich war schon alles eingetütet, ärgern sich die Veranstalter. Ein solch unprofessionelles Verhalten habe er in mehr als 30 Jahren Festivalgeschichte nicht erlebt, sagt Nordhoff. Der eilends klargemachte Ersatz kann sich allerdings sehen bzw. hören lassen: Die Berliner Formation „Ohrbooten“ bringt Reggae, Alternative und Hiphop auf einen gemeinsamen Nenner. Ebenfalls aus der Hauptstadt kommt das Electropop-Duo „Tubbe“. Hierzulande noch wenig bekannt, dafür um so hörenswerter ist die schwedische Band „The Baboon Show“: „Punkrock mit Hardrock- und Glamrock-Attitüden. Die rocken was weg“, sagt Nordhoff. Auch Osnabrück ist musikalisch auf dem Open Air vertreten - und das gleich dreimal: Am späten Freitagabend bringen „Insolvent Insomniacs“ Ska und „From Willows“ Postrock auf die Wiesenbühne, während die Metalband Iron Walrus den Samstagabend ebendort ausklingen lässt.

Bei der 39. Auflage des Umsonst&Draußen-Festivals gibt es einen etwas geänderten Zuschnitt der Campingflächen - dies ist landwirtschaftlichen Erfordernissen geschuldet. Wer mit dem Zug anreist, kann einen kostenlosen Shuttleservice zwischen dem Bahnhof Lemförde und dem Festivalgelände in Anspruch nehmen. Es werden alle Züge bedient, heißt es vonseiten der Organisatoren. Am Sonntag wird der Service jedoch nur bis gegen 14 Uhr angeboten.

Alle Infos, Line-Up und Anfahrtskizze auf der Website des JFK.