Wie kam es zu dem Zwischenfall? Affe beißt Jungen im Safaripark Fingerkuppe ab

Ein etwa einjähriger Berberaffe greift im Affenfreigehege in Salem nach Popcorn, das ihm ein Kind in der offenen Hand hinhält. Symbolfoto: dpaEin etwa einjähriger Berberaffe greift im Affenfreigehege in Salem nach Popcorn, das ihm ein Kind in der offenen Hand hinhält. Symbolfoto: dpa

Osnabrück. Blutige Begegnung im Safaripark Stukenbrock: Ein Affe hat einem siebenjährigen Jungen einen Teil der Kuppe des rechten Zeigefingers abgebissen.

Der Zwischenfall ereignete sich während einer Fahrt mit dem Affenexpress, wie die Neue Westfälische berichtet. Demnach fuhr der mit Gittern geschützte Zug durch ein Affengehege als ein Tier auf das Popcorn des Jungen aufmerksam wurde. Bei dem Versuch, danach zu greifen, erwischte der Affe offenbar auch den Finger des Jungen. Anschließend biss er ihm einen Teil der Fingerkuppe ab.

Bei einer Operation soll die Kuppe teilweise wiederhergestellt worden sein, berichtet die Zeitung und beruft sich auf die Mutter des Jungen. Die Frau wiederum erhebe Vorwürfe gegen den Safaripark: So habe der Junge bis zum Ende der Fahrt sitzen bleiben müssen, Hilferufe seien wirkungslos geblieben. (Fossiles Doodle: Wer ist Lucy, der berühmteste Australopithecus afarensis?)

Der Safaripark bestätigte auf Anfrage unserer Redaktion, dass es im Affenzug einen Unfall gab. Die ausgebildeten Sanitäter des Parks hätten „sofort und absolut richtig reagiert“, so eine Sprecherin. „Es ist uns, bei allem Bedauern, nicht erklärlich, wie es zu der Bissverletzung kommen konnte. Die Gitter der Waggons sind so engmaschig, dass ein Affe nach unserem Kenntnisstand sein Maul nicht durchstecken kann.“

Sie verwies darauf, dass „Hinweisschilder gut sichtbar in jedem Waggon des Zuges angebracht“ seien. Diese wiesen ausdrücklich daraufhin, keine Finger durch das Gitter des Zuges zu stecken – auf deutsch und englisch. „Wir wünschen dem kleinen Jungen gute und schnelle Besserung.“


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