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Wetter im Mai Eisheilige 2016: Wann sie kommen und wann sie vorbei sind

Von Franziska Kückmann und Antje Cznottka

Kälte und schlechtes Wetter im Mai: Das bringen die Eisheiligen 2016 – aber nicht immer. Foto: imago/Ralph PetersKälte und schlechtes Wetter im Mai: Das bringen die Eisheiligen 2016 – aber nicht immer. Foto: imago/Ralph Peters

Osnabrück. Die Eisheiligen wird es auch wieder 2016 geben. Allerdings sollten Gartenfreunde noch die Eisheiligen im Zeitraum vom 11. bis 15. Mai 2016 abwarten, bevor sie empfindliche Pflanzen dauerhaft im Freien pflanzen.

Das sind die Eisheiligen: Als Eisheilige bezeichnet der Volksmund die Tage zwischen dem 11. und 15. Mai 2016. Da sich in der ersten Maihälfte häufig kühle Polarluft in Deutschland ausbreitet, kann es dann vor allem nachts noch Frost bemerkbar machen. Weil diese Wetterbeobachtung auf die Namenstage der kirchlichen Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia fällt (11. bis 15. Mai), wird von den Eisheiligen gesprochen.

Die Bauernregel: „Vor Nachtfrost du nicht sicher bist, bis Sophie vorüber ist“, reimt eine bekannte Bauernregel. Gemeint ist damit der Namenstag der Sophia am 15. Mai – die letzte „Eisheilige“. Wichtig ist der Hinweis für Gärtner und Landwirte, weil der mögliche Frost empfindliche Pflanzen oder etwa die Obsternte schädigen kann.

Eisheilige 2015 mit heftigen Unwettern

2015 hatten die Fachleute vom Deutschen Wetterdienst mit frühsommerlichen Temperaturen – „Heißheiligen“ sozusagen gerechnet. Tatsächlich durften sich der Norden und Osten Deutschlands über Sonne freuen. Süddeutschland kämpfte derweil mit heftigen Unwettern mit zum Teil golfballgroßen Hagelkörnern. Ein Ausläufer des Tiefs „Benedikt“ trennte subtropische Luft über Süddeutschland von kühler, trockener Meeresluft über der nördlichen Landeshälfte.

So waren die vergangenen Eisheiligen: Wetteraufzeichnungen deuten an, dass die Kaltlufteinbrüche der zweiten Maidekade in den vergangenen 150 Jahren häufiger und intensiver eingetreten sind als in der Gegenwart. In den vergangenen Jahren haben sich die Eisheiligen eher rar gemacht. Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst stellt fest: „In den letzten Jahren zeigten sich diese Kaltlufteinbrüche im Mai weniger.“ Die Bauern haben davon im vergangenen Jahr profitiert – zumindest bei der Getreideernte.

Und wie werden die Eisheiligen 2016? Prognosen über das Wetter während der Eisheiligen 2016, können laut Friedrich erst rund eine Woche vorher zuverlässig abgegeben werden. „Erst dann sind Aussagen darüber möglich, ob die Eisheiligen pünktlich kommen und welche Wettertrends zu erwarten sind“, sagt der Meteorologe.

(Mit dpa)


Die Eisheiligen:

Als Eisheilige bezeichnet der Volksmund die Tage zwischen dem 11. und 15. Mai. Da sich in der zweiten Maihälfte häufig kühle Polarluft in Deutschland ausbreitet, kann es dann vor allem in der Nacht noch Frost bemerkbar machen. Weil diese Wetterbeobachtung auf die Namenstage der kirchlichen Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia fällt (11. bis 15. Mai) wird von den Eisheiligen gesprochen.